Es war viel Glück dabei, dass am Samstag-Abend in Niederlenz niemand verletzt wurde: Ein Jäger wollte einen verletzten Marder erschiessen. Die Schrotkugeln aus seinem Gewehr trafen aber vor allem das Fenster von Mirco Metger: Der Rollladen wurde von rund 100 Kugeln durchsiebt, die Doppelverglasung liegt in Scherben. «Ich trockne immer meine Wäsche vor dem Fenster. Es wäre nicht so lustig gewesen, hätte ich sie gerade in diesem Moment abgehängt», so Metger zum TV-Sender «TeleM1». 

Etwas weniger locker sieht es sein Vater: «Es wäre eine Katastrophe gewesen, wäre Mirco zu Hause gewesen.»

Der Jäger schoss aus kurzer Distanz von einer etwas erhöhten Position auf den verletzten Marder – im Auftrag der Kantonspolizei. Diese kontaktierte den Mann auch umgehend, nachdem Mirco Metger den Schaden gemeldet hatte. Gemäss Kapo-Sprecher Max Suter habe der Jäger vor Ort seine Personalien hinterlassen und sich nicht einfach aus dem Staub gemacht. Zum Schuss auf das Fenster kam es gemäss Suter durch einen «Abpraller».

Was das genau heisst, möchte Mirco Metger nun vom Jäger gerne etwas genauer wissen. Für ihn ist es mit dem Hinweis, dass die Versicherung den Schaden übernehmen werde, nicht erledigt. 

Und: Eventuell hat der Schuss auch rechtliche Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen den Jäger strafrechtliche Ermittlungen aufgenommen werden. (rhe)