Seengen
«Das Freischaren-Manöver ist etabliert»

Das Jugendfest 2016 ist schon omnipräsent – vor allem weil es von den elften Freischarenmanövern garniert wird.

Fritz Thut
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Die siegreichen Kadetten rücken im Finale des Seenger Freischarenmanövers 2008 auf die brennende Burg zu, wo bereits die weisse Fahne geschwenkt wird.

Die siegreichen Kadetten rücken im Finale des Seenger Freischarenmanövers 2008 auf die brennende Burg zu, wo bereits die weisse Fahne geschwenkt wird.

Fritz Thut

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das gilt auch für das nächstjährige Jugendfest in Seengen. Nur alle vier Jahre findet der Anlass statt, der weit mehr ist, als ein paar Reigen der Schüler: Neben der Schule sind die Vereine (die den morgendlichen Umzug als Präsentationsplattform zur Rekrutierung neuer Mitglieder nutzen können sowie als Beizlibetreiber) und die Quartiere (mit der aufwendigen Gestaltung der Strassenbogen) massiv involviert. Die intensiven Vorbereitungsarbeiten an den verschiedenen Fronten wird seit einiger Zeit zur unkomplizierten Integration der zahlreichen Neuzuzüger verwendet.

Um all diese Aktivitäten auf das Festwochenende vom 17. bis 19. Juni 2016 zu bündeln, hat die Jugendfestkommission bereits drei Sitzungen hinter sich. Neben Vertretern des Gemeinderates, der Schulpflege und der Lehrerschaft sind – und darauf ist Gemeinderätin Regula Hechler besonders stolz – auch vier Schüler im Gremium dabei und können so ihre Ideen einbringen. Als Festmotto hat man inzwischen «kunterbunt» auserkoren.

Infoabend der Freischaren

Zu einem besonderen Anlass macht das Seenger Jugendfest 2016 der Programmpunkt am Samstag-Nachmittag: Zum elften Mal seit der Premiere im Jahr 1867 findet ein Freischarenmanöver statt. Dieser mittlerweile zum Freilufttheatert mutierte Programmpunkt geht auf die Kadettentradition an den Aargauer Bezirksschulen zurück.

Die spielerische Begegnung wilder Horden mit den Vertretern der wehrhaften Dorfjugend muss ebenfalls gut organisiert werden. Nachdem der Manöverbrauch in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts Mühe hatte, sorgte eine Freischarenkommission 1988 – 24 Jahre nach dem letzten Manöver – für eine nachhaltige Wiederbelebung.

Seit dem Jahr 2000 findet an jedem zweiten Jugendfest, also alle acht Jahre, ein Manöver statt: «Das Freischarenmanöver ist mittlerweile gut etabliert; es ist zur Selbstverständlichkeit geworden», konnte Kommissionspressechef Peter Schär an der jüngsten Orientierung zufrieden feststellen.

Um alle Interessierte über den Ablauf des Manövers zu orientieren, findet am Montag, 31. August, um 20 Uhr in der Bäsewirtschaft Roos ein Informationsabend statt.