Dürrenäsch
Das Beck-Bertschi-Haus wird zum Schulhaus

Neuer Anlauf für die Erweiterung des Schulraumangebots und der Mehrzweckhalle. Das neue Projekt kostet rund 18,7 Mio. Franken.

Sibylle Haltiner
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Gemeindeverwaltung und Schulareal mit dem Beck-Bertschi-Haus (grüne Fensterläden).

Gemeindeverwaltung und Schulareal mit dem Beck-Bertschi-Haus (grüne Fensterläden).

Patrik Walde;zvg;

Das vorgestellte Projekt soll durch seine Gesamtheit überzeugen. Nachdem der Neubau einer Turnhalle gescheitert ist, präsentierte am Donnerstagabend die neueingesetzte Kommission Schulraum+ an einer Infoveranstaltung ihr Konzept für die Erweiterung von Schul- und Vereinsräumen.

Der Bedarf ist unbestritten: Für die Zukunft rechnet man mit zwei Kindergarten- und sechs Schulklassen, der Primarschule fehlen somit zwei Klassen- und zwei Gruppenräume. Auch für Werken, Instrumentalunterricht und Lehrerzimmer ist zu wenig Platz vorhanden.

Insgesamt benötigt die Schule fast doppelt so viel Raum, wie zurzeit verfügbar ist. Auch die Mehrzweckhalle entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Turnhalle und Bühne sind zu klein, der Zugang unzweckmässig, die Räume im Untergeschoss feucht. Einzig beim Kindergarten kann zugewartet werden. Hier würden kleine Sanierungsarbeiten vorerst ausreichen, grössere bauliche Massnahmen sind nicht möglich, da das Gebäude über einem Bach steht.

Mehr Platz dank Anbau

Das Konzept der Kommission sieht vor, im sogenannten Beck-Bertschi-Haus Schulnebenräume zu schaffen. Zusätzlich sollen in einem Anbau vier Klassen- und zwei Gruppenzimmer sowie Instrumentalräume entstehen. Ein gedeckter Verbindungsgang könnte das neue mit dem bestehenden Schulhaus verbinden. Dieses soll saniert und behindertengerecht ausgebaut werden. Das von der Kommission bevorzugte Vorgehen bei der Mehrzweckhalle beinhaltet eine Vergrösserung des bestehenden Gebäudes und die Schaffung von Vereinsräumen.

Als Gemeindeammann Andrea Kuzma den Finanzplan offenlegte, ging ein Raunen durch die Reihen: Auf 18,7 Mio. Franken belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten. Diese können nur mit Steuererhöhungen abgedeckt werden. Das Gesamtprojekt soll in verschiedenen Etappen ausgeführt werden.

Vizeammann Stephan Villiger, verantwortlich für die Schulraumplanung, ist trotzdem zuversichtlich, dass das Vorhaben bei der Bevölkerung auf Zustimmung stossen wird. «Die Leute schätzen es, dass wir ein Gesamtkonzept vorlegen.» Die erste Hürde muss das Projekt am 26. Januar nehmen. Dann wird an einer ausserordentlichen Gmeind über den Kredit für einen Gesamtleistungswettbewerb entschieden.