Gefeiert wurde gestern Abend im neuen az-Büro an der Rathausgasse 32 in Lenzburg nicht zum ersten und auch nicht zum letzten Mal: Hin und wieder stossen im alten Amtshaus, das der Stadt gehört, frisch vermählte Hochzeitspaare an.

Die Eröffnung des Aussenbüros sei nur der Testlauf für einen Hochzeitsapéro, der am Freitag stattfinde, scherzte az-Redaktor Fritz Thut. «Dafür haben sich 30 Leute angemeldet, wir haben heute den Beweis erbracht, dass weit mehr Menschen Platz haben.»

Pulsierendes Leben

Dass er das neue az-Büro ausgerechnet am Jugendfest entdeckt habe, sei wohl kein Zufall gewesen. «Lenzburg ist eine traditionsverbundene Stadt, die ihre Brauchtümer pflegt.» Von seinem Arbeitsplatz am Fenster schaue er direkt auf das pulsierende Leben in den Altstadtgassen.

So wurde die Eröffnung des az-Büros in Lenzburg gefeiert.

So wurde die Eröffnung des az-Büros in Lenzburg gefeiert.

Der Draht zu den Lesern sei nun kürzer. «Trotz der Treppen vor dem Eingang wollen wir Schwellenängste abbauen.» Der Briefkasten vor dem Büro sei allerdings noch so neu, dass noch kein Brief darin gelandet sei. «Wir möchten aber auch nicht postalisch miteinander verbunden sein, sondern persönlich.»

Fritz Thut - der Bürgermeister?

Erste Begegnungen erlebte Redaktor Fritz Thut bereits: Schon am zweiten Tag in Lenzburg erhielt er Besuch von einer Dame, welche die Amtsvormundschaft suchte und ihn prompt für den Bürgermeister hielt. Auch erste Geschichten wurden Fritz Thut schon zugetragen: Die Kinobetreiberin des Löwen schaute spontan bei ihm vorbei, heute steht die Geschichte in der Zeitung.

Verschiedene Reminiszenzen verbinden den stellvertretenden az-Chefredaktor Werner De Schepper mit Lenzburg – von einem weinseligen Abend mit dem Autor Pedro Lenz in der Kronebar bis zur Suche nach dem az-Büro in Lenzburg. az-Chefredaktor Christian Dorer begann sogar seine Karriere in Lenzburg. Als Bezirksschüler schrieb er seinen ersten Text über die Seetalbahn.