Niederlenz
Das Alterszentrum am Hungeligraben ist ein Heim, das diesen Namen verdient

Rechtzeitig zum 30-Jahr-Jubiläum konnte in Niederlenz der Erweiterungsbau des Alterszentrums am Hungeligraben eingeweiht werden. Den Bewohnerinnen und Bewohnern steht damit ein modernes und trotzdem sehr familiäres Umfeld zur Verfügung.

Hanny Dorer
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Das Niederlenzer «Alterszentrum am Hungeligraben», links der neue Erweiterungsbau. Hanny Dorer
9 Bilder
Der neue Eingangsbereich.
Das bisherige Alters- und Pflegeheim erhält einen neuen Namen und ein neues Logo.
Der Kachelofen im Speisesaal strahlt Gemütlichkeit aus.
Der erweiterte Speisesaal steht als Restaurant oder für Familienanlässe der Bewohner zur Verfügung.
Die Küche wurde modernisiert und erhielt eine neue Lüftung.
Der geschützte Wohnbereich verfügt über eine eigene Terrasse.
Ein Blick in den geschützten Wohnbereich.
Das Alterszentrum am Hungeligraben ist ein Heim, das diesen Namen verdient

Das Niederlenzer «Alterszentrum am Hungeligraben», links der neue Erweiterungsbau. Hanny Dorer

In den letzten Wochen ist wieder Ruhe eingekehrt im Alterszentrum am Hungeligraben. Die Arbeiten am Erweiterungsbau sind beendet, der Springbrunnen im neuen Weiher plätschert vor sich hin und auch der Rasen, der während der Bauzeit in Mitleidenschaft gezogen wurde, spriesst wieder.

Dank der nun abgeschlossenen Erweiterung des 1984 erbauten und 1999 erweiterten Alterszentrums konnte ein geschützter Wohnbereich mit 6 Zimmern, einem integrierten Stützpunkt für das Pflegepersonal sowie eine grosszügige Dachterrasse geschaffen werden. Diese Demenzabteilung ist seit dem 1. Mai in Betrieb. Die Abgeschiedenheit und Ruhe in diesem abgetrennten Bereich hätten sich bereits positiv ausgewirkt, sagt Heimleiter Maurice Humard. «Auch Leute, die bisher nicht geredet haben, beginnen sich zu öffnen», stellt er zufrieden fest. Insgesamt bietet das Heim Platz für 40 Bewohner.

Schwierige Zeit für das Personal

Für das Personal war die Bauzeit nicht einfach, besonders während des Innenausbaus im bestehenden Teil. Vier Zimmer wurden in dieser Zeit frei gehalten und nahmen vorübergehend jene Bewohner auf, in deren Bereich Arbeiten durchgeführt wurden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner selber fanden den Umbau überaus spannend. «So hatten sie immer etwas zum Schauen», schmunzelt Präsident Peter G. Šchütz.

Der Erweiterungsbau wurde zum Anlass genommen, auch im bestehenden Teil diverse Sanierungen vorzunehmen. So musste aus feuerpolizeilichen Gründen im Empfangsbereich eine Betondecke eingezogen werden. Gleichzeitig wurde ein Empfangsraum mit einem neuen Sekretariat eingerichtet. Das Personal erhielt einen Ruheraum und ein Besprechungszimmer. Der Speisesaal wurde in den Neubau hinein erweitert, wobei der neue Teil als Restaurant mit 24 Sitzplätzen und einer Gartenwirtschaft gestaltet ist. «Ein Konzept dazu besteht jedoch noch nicht», gibt Humard zu.

Auch die Küche mit den Kühlräumen wurde vergrössert und modernisiert, eine neue Lüftung installiert und die interne Logistik optimiert.

Nachtragskredit wurde nötig

Für die Erweiterung des Alterszentrums am Hungeligraben hatte der Verein Altersbetreuung Niederlenz an einer ausserordentlich Vereinsversammlung am 14. August 2012 einen Kredit von 2,8 Mio. Franken bewilligt. Im Laufe der Arbeiten zeichnete sich ab, dass der ursprünglich bewilligte Kredit nicht ausreichen würde, sodass der Jahresversammlung im Mai dieses Jahres ein Nachtragskredit von 0,65 Mio. Franken beantragt wurde. Mehrere Gründe sind dafür verantwortlich, unter anderem Auflagen der Gebäudeversicherung, zusätzliche Parkplätze (Auflage der Baubewilligung), das Küchenprovisorium sowie zusätzliche Anpassungen am Altbau.

An der Finanzierung ändert sich nichts. Dank der Eigenmittel des Vereins kann die Fremdfinanzierung im bisher bekannten Rahmen als Hypothek von rund 1,7 Mio. Franken gehalten werden.

Viel Neues zum 30-Jahr-Jubiläum

Zum Jubiläum hat sich das Alters- und Pflegeheim am Hungeligraben einen neuen, moderneren Auftritt offeriert: Es heisst nun «Alterszentrum am Hungeligraben» und erhält auch ein neues Logo, dessen Form dem Teich im Alterszentrum nachempfunden ist. Neu ist seit kurzem auch die Heimleitung: Der bisherige Co-Heimleiter Maurice Humard tritt die Nachfolge der Heimleiterin Ursula Schaffner an, die nach 30 Jahren diesen Sommer pensioniert wird. Ebenfalls neu ist der geschützte Wohnbereich mit 6 Zimmern, wo demente Bewohner eine spezielle Betreuung erhalten. Eine weitere Neuerung zeichnet sich für nächstes Jahr ab: Präsident Peter G. Schütz hat nach über 30 Jahre auf 2015 seinen Rücktritt angekündigt.

Unverändert geblieben ist indes die familiäre Atmosphäre im Heim, in dem rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner ihren Lebensabend geniessen.

Tag der offenen Tür

Mit dem Personal und allen Beteiligten am Erweiterungsbau wurde am Freitagabend das gelungene Werk gefeiert. Für die Bevölkerung besteht am Samstag, 21. Juni, von 10 bis 14 Uhr Gelegenheit, an Führungen durch den Neubau teilzunehmen.