Am «Hamfest 2013», organisiert von der Sektion Aargau der USKA (Union Schweizer Kurzwellen-Amateure), treffen sich nicht nur Funkamateure aus der ganzen Schweiz. Vielmehr soll der Anlass der Bevölkerung Gelegenheit bieten, Einblick in ein für viele unbekanntes Gebiet zu erhalten.

«Ganz speziell wollen wir auch Jugendliche ansprechen und sie für unser vielseitiges Hobby begeistern», erklärt Kaspar Zbinden, OK-Mitglied und selber ein aktiver Radioamateur mit dem Rufzeichen HB9EGZ.

Spezialbewilligung für Funkstation

Damit die Besucher nicht nur über die Schulter schauen, sondern sich gleich selber als Funkamateure betätigen können, wurde für die Funkstation der Aargauer mit dem Rufzeichen HB9AG/p eine Sonderbewilligung beim Bakom eingeholt. Normalerweise ist die Benützung einer Funkstation nur lizenzierten Personen gestattet.

Auch die Handhabung eines Barryvox-Lawinensuchgeräts kann man selber ausprobieren sowie sich die Funktionsweise eines Peilsenders erklären lassen.

Während diverse Workshops und die Ausstellung von ganzen Funkstationen und dem nötigen Zubehör vor allem für die Funkamateure von Interesse sein dürfte, kann sich im Workshop Löten jeder – unter professioneller Anleitung – im Zusammenbauen eines einfachen Bausatzes versuchen.

Funk in Notlagen

Neben vielen anderen Hilfsorganisationen sind auch die Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans frontières, MSF) in abgelegenen Gebieten auf Funkverbindungen angewiesen.

In einem Vortrag um 14 Uhr in der Aula berichtet Patrick Hafner über die Aktivitäten dieser Organisation. Zwei weitere Vorträge, um 13 Uhr über SDR-Technologie (Software defined Radio) und um 15 Uhr über Wellenausbreitung, dürften wohl eher die Insider interessieren.

Die Festwirtschaft bietet Gelegenheit, die unter Funkamateuren stets gern gepflegte Kameradschaft zu vertiefen und neue Kontakte – für einmal ohne Funk – zu knüpfen.

«Hamfest 2013» am Samstag, 5. Oktober, auf der Schulanlage Othmarsingen. Kaffeebar ab 9 Uhr offen. Festbetrieb 10 bis 17 Uhr. Festwirtschaft.