Stadtammann Daniel Mosimann ist «höchst erfreut» über das Resultat der Abstimmung, das er in dieser Deutlichkeit nicht erwartet hatte. «Prognosen waren schwierig, weil das Projekt in der Bevölkerung nicht breit diskutiert wurde», sagt Mosimann.

Ein Thema gewesen seien nur die längeren Schulwege. Denn für die Primarschüler aus dem Westquartier verlängert sich der Schulweg, weil sie neu am Lenzhard-Campus vorbei ins entferntere Angelrain-Zentrum laufen müssen. Diverse Eltern wehrten sich deshalb gegen die Neuorganisation und lancierten eine Petition. Es gab Gespräche mit dem Stadtrat sowie eine Podiumsdiskussion.

Der Stadtrat liess verlauten, dass man die Bedenken der Eltern ernst nehme. Das bekräftigt nun Daniel Mosimann: «Diese Bedenken nehmen wir ernst, denn es ist auch in unserem Sinne, die Sicherheit der Schulwege zu verbessern.» Das klare Ja zur Neuorganisation sei für den Stadtrat keine Card Blanche.

Schulpflegepräsidentin: «Chance gepackt»

Über das klare Bekenntnis zu zwei Schulzentren freut sich auch Susanne Buri, Präsidentin der Schulpflege. «Ich hatte mit einem Ja gerechnet, weil das Projekt schon im Einwohnerrat ohne Gegenstimme durch kam», sagt Buri. «Das Resultat hat nun aber meine Erwartungen übertroffen.» Lenzburg habe jetzt die Chance, die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. So seien grössere Klassenzimmer und Gruppenräume möglich.