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CVP-Sutter-Suter:Von den vielen Stimmen überwältigt

Heute Morgen hat Sabine Sutter-Suter ihre Wahlplakate eigenhändig eingesammelt.

Heute Morgen hat Sabine Sutter-Suter ihre Wahlplakate eigenhändig eingesammelt.

Aufs regelmässige Tanzen mit ihrem Mann will die neue Grossrätin Sabine Sutter-Suter (CVP) auch künftig nicht verzichten.

Das persönliche Resultat hat die frisch gewählte CVP-Grossrätin aus Lenzburg nicht nur gefreut, sondern geradezu aufgewühlt. «Dass ich persönlich 1789 Stimmen gemacht habe, und erst noch verteilt über den ganzen Bezirk Lenzburg hinweg, hat mich überwältigt.» Eine grosse Ehre, aber zugleich auch Verantwortung für Sabine Sutter-Suter. «Ich werde mich in ‹Aarau› engagieren», verspricht sie. Sozial- und Bildungspolitik gehören zu ihren Kernthemen. Die 52-jährige Politikerin will verhindern, dass – trotz dem enormen Druck auf den kantonalen Finanzhaushalt – in der Bildung weiter der Hebel angesetzt wird. Dort ist ihres Erachtens das Sparpotenzial ausgeschöpft. Die laufenden Kürzungsdiskussionen in diesem Bereich gehen der Politikerin zu weit. Zum Beispiel. «Werden die Fächer Werken und Handarbeiten in der Schule abgeschafft, so sägt man der Gewerbe-Ausbildung an deren Substanz.» Sutter Anliegen: «Kinder und Jugendliche dürfen den Bezug zum Handwerk nicht verlieren.» Deshalb müsse das Gewerbe gestärkt werden. Auch in der Region. Als Kleingewerblerin hat sie sich im letzten Jahr massgeblich für den Erhalt der Kaufmännischen Berufsschule in Lenzburg ins Zeug gelegt.

Die Agenda der neuen Grossrätin Sabine Sutter-Suter ist heute schon gut dotiert, all ihre beruflichen, politischen und ehrenamtlichen Engagements aufzuzählen, schier unmöglich: Sutter-Suter hat eine eigene KMU für strategische Beratung und Unternehmens-Management im IT-Bereich, ist strategischer und organisatorischer Kopf vom Familienzentrum Familie plus und Stiftungsratspräsidentin der Stiftung für Behinderte Lenzburg-Aarau, um nur die wichtigsten Jobs zu nennen.

Politisch wirkt die am Wochenende für die CVP in den Grossen Rat gewählte Lenzburgerin in verschiedenen Gremien bis hinauf zu den nationalen CVP-Frauen: Seit 2008 Einwohnerrätin, seit einem halben Jahr Ortsparteipräsidentin, im Bezirks-Vorstand für die Finanzen zuständig. Sie präsidiert die CVP-Frauen Aargau und vertritt diese im Vorstand der CVP-Frauen Schweiz. Und jetzt kommt noch ein neues Amt hinzu: Ab 2017 ist der Dienstag im Kalender für den Grossen Rat reserviert.

Die neue Grossrätin wohnt mit ihrer Familie im eigenen Haus in der Schlossgasse. Bleiben bei all den vielen beruflichen, ehrenamtlichen und politischen Engagements Familie und persönliche Bedürfnisse nicht auf der Strecke? Sabine Sutter-Suter lacht und schüttelt den Kopf. «Als Unternehmerin kann ich die Zeit selber einteilen und mit der Anzahl Mandate meine Auslastung steuern.»

Die Zeit mit Partner Peter soll weiter eine feste Grösse im Kalender bleiben. Das wöchentliche Tanzen soll ebenso wenig zu kurz kommen, wie das gemeinsame Singen in einem ad-hoc-Chor. In der Familie habe es etwas «Luft» gegeben, seit Sohn und Tochter, 22- und 17-jährig, in der Ausbildung sind. Dem Grossrats-Mandat auch nicht opfern will Sutter-Suter dann und wann eine spannende Krimi-Lektüre.

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