Schafisheim
Coop-Zentrum: Ferrum macht Geheimnis um ihre Einsprache

Eine Einwendung ging bis jetzt gegen das Coop-Verteilzentrum ein. Die Nachbarfirma Ferrum AG will darin rechtliche Fragen klären. Coop «Steine in den Weg legen» will sie allerdings nicht.

Barbara Vogt
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Blick aus Nordwesten auf das Coop-Bauprojekt

Blick aus Nordwesten auf das Coop-Bauprojekt

Gestern Freitag lief das Auflageverfahren für das Coop-Verteilzentrum ab. Einsprecher konnten ihre schriftlichen Einwendungen bis Mitternacht auf die Post bringen.

Bis jetzt liegt der Gemeinde eine Einwendung der benachbarten Maschinenfabrik und Giesserei Ferrum AG vor. Diese konzentriert sich hauptsächlich auf gesetzliche und rechtliche Fragen. Mehr wollte Werner Wisler, Leiter Zentrale Dienste der Ferrum, gegenüber der az Aargauer nicht sagen. Jedoch betonte er: Ferrum sei weder gegen das Projekt, noch wolle man Coop Steine in den Weg legen. «Für uns ist klar: Das Verteilzentrum kommt. Das haben wir unseren Mitarbeitern auch so kommuniziert.» Eine lustige Bemerkung kann sich Wisler nicht verkneifen: «Das neue Gebäude versperrt uns die Sicht auf die Berge!»

Gemeindeammann Adolf Egli aus Schafisheim ist zuversichtlich, dass sich Einsprecher und Bauherr einig werden. Dass bis jetzt lediglich eine Einwendung gegen das Mammut-Bauprojekt eingegangen ist, erstaunt Egli wenig. «Coop und Gemeinde betrieben eine offene Informationspolitik. Die Bevölkerung zeigte sich gegenüber dem Verteilzentrum immer offen.»

Vor zwei Jahren trat Coop mit dem Vorhaben, das Verteilzentrum im Norden der Gemeinde auszubauen, vor den Gemeinderat Schafisheim. Diesen Herbst soll mit dem Bau begonnen werden. Rund 320 Millionen Franken kostet das Projekt, bis 1600 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

Das neue Logistikzentrum ist eines der grösseren Vorhaben in der Region Lenzburg. Dass sich dadurch das Verkehrsaufkommen erhöht, ist allen bewusst. Mit 1800 Lastwagenfahrten pro Tag rechnen die Planer. Hinzu kommen an die 4000 Fahrten mit Personenwagen, vor allem von Angestellten. Um einen Kollaps zu verhindern, haben alle Beteiligten eine Vereinbarung unterzeichnet. Sie wollen das Verkehrsproblem gemeinsam angehen. Eine Problematik, die auch ohne neues Verteilzentrum grösser wird.