Betrugs-Prozess
Ciriaco Sforza fordert von Luxusauto-Pleitier Santoro 20'000 Franken – wegen Anzahlung für BMW

Ab dem 7. Januar steht der ehemalige Luxusautohändler Riccardo Santoro in Lenzburg vor Gericht. Santoro schuldet nicht nur Firmen wie der Aargauer Kantonalbank Geld, sondern auch Privatpersonen, unter anderem Ciriaco Sforza.

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Riccardo Santoro muss Ciriaco Sforza 20'000 Franken zurückzahlen, wie der 355-seitigen Anklageschrift zu entnehmen ist.
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Der Prozess gegen Autohändler Riccardo Santoro ist auf maximal 13 Tage angesetzt.
Bezirksgericht Lenzburg: Hier beginnt der Prozess am Montag, 7. Januar 2019.
Aufsehenerregende Aktion am 25. Mai 2011 in Dintikon: Fidis Finance schickt 17 Sattelschlepper zur Santoros SAR Premium Cars.
Über 60 Fahrzeuge werden abtransportiert.
Danach kollabiert Santoros Autoimperium.
Verwaistes Areal des SAR Premium Cars: gähnende Leere nach der Räumung.
«Sämtliche Vorwürfe gegen mich sind haltlos»: Riccardo Santoro äusserte sich im Sommer 2011 in der AZ erstmals zum Fall SAR Premium Cars.
Sommer 2012: Die Staatsanwaltschaft versteigert 40 beschlagnahmte Autos der SAR Premium Cars.
Santoro zu seinen besten Zeiten: In der Kundenkartei des bekannten Garagisten stehen unzählige Namen von Prominenten.
Februar 2017: Riccardo Santoros Villa in Dintikon wird versteigert. Der Zuschlag für das Anwesen geht an die Aargauer Kantonalbank für 2,35 Millionen Franken.

Riccardo Santoro muss Ciriaco Sforza 20'000 Franken zurückzahlen, wie der 355-seitigen Anklageschrift zu entnehmen ist.

Fotos: Toni Widmer/Chris Iseli/Alexander Wagner; Montage: edi

Der Fall von Luxusautohändler Riccardo Santoro und seiner konkursiten SAR Premium Cars AG ist kompliziert: Die Ermittlungen dauerten sechs Jahre, der Prozess ist auf 13 Tage angesetzt. Neben der Staatsanwaltschaft weist die Anklageschrift 21 Nebenkläger aus. Unter anderem die Firma Ferrari Financial Services und das Konkursamt Aargau, das den Zusammenbruch der SAR Premium Cars AG behandelt. Die Deliktssumme beträgt über 17 Millionen Franken.

Der Luxusauto-Pleitier steht ab Montag, 7. Januar, vor allem wegen Misswirtschaft, Veruntreuung und gewerbsmässigem Betrug vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Die Ermittlungsakten füllen 376 Bundesordner. Die Anklageschrift umfasst 355 A4-Seiten – werden diese der Länge nach ausgelegt ergibt das eine über 100 Meter lange Papierbahn. Santoro droht eine lange Gefängnisstrafe. Das Strafmass, das die Staatsanwaltschaft vor Gericht beantragen wird, ist noch geheim. Seine SAR Premium Cars AG schuldete allein der Aargauischen Kantonalbank 2'372'041,90 Franken.

Auch Schweizer Prominenz ist in der dicken Anklageschrift gegen den ehemaligen Auto-König vertreten. In der Liste der Geschädigten taucht der Name des früheren Fussball-Stars Ciriaco Sforza auf. Allerdings als Geschädigter. Er hatte im Jahr 2009 für einen BMW X5 eine Leasing-Anzahlung von 20'000 Franken geleistet. Diesen Betrag fordert er von Santoro zurück.

Santoro ist nicht geständig. Es dürfte während der Verhandlungen zu gegenseitigen Schuldzuweisungen kommen. Der Prozess ist für 13 Tage angesetzt. (cez)

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