Schützi-Open-Air

«Chirpy chirpy cheep cheep»: Das Seetal schwelgte in den Seventies

Die 18. Ausgabe des Schützi-Open-Airs war mit 2000 Besuchern ein Erfolg.

Mit Songs wie «Chirpy chirpy cheep cheep» stürmten Middle of the Road in den 1970er-Jahren die internationalen Charts. Nach diversen Umbesetzungen ist es still geworden um die Band aus Schottland, Konzerte gibt sie nur sporadisch. «Wir spielen nur noch, wenn wir Lust dazu haben», äusserte sich Ian McCredie vor dem Gig in Fahrwangen, «so wie heute Abend hier bei euch.» Der 68-jährige Sänger und Gitarrist ist als einziges Mitglied der Urformation noch mit dabei und hält auf der Bühne unaufgeregt die Fäden in der Hand. Für die Show sorgt Frontfrau Lorna Bannon-Osborne. Und wie! Nichts da von lustlosem Herunterspulen der alten Lieder und Abkassieren der Gage. Mit grosser Bühnenpräsenz und Power in der Stimme bietet die blonde Britin eine einstündige Show, die die Fans begeistert. «Sie ist einfach grossartig», so ein begeisterter Mittfünfziger aus Sarmenstorf. Ein Wermutstropfen blieb indes für Ian McCredie: «Schade, dass wir nur kurz hier in der Schweiz sein können, ich hätte gerne noch einen Spaziergang an diesem herrlichen See bei unserem Hotel gemacht.»

Während auf der Bühne der 63-jährige Engländer Phil Bates mit seiner Combo die grossen Hits des Electric Light Orchestra spielte («Xanadu», «Calling America»), zog Andreas «Res» Kunz vom Organisationskomitee bereits ein erstes Fazit des 18. Schützi-Open-Airs. «Es ist auch dieses Jahr wieder eine Wucht. Die Stimmung unter den Fans, das herrliche Wetter – was wollen wir mehr?» 500 Besucher am Freitag und 1500 am Samstag, entsprechend viel Betrieb an den Verpflegungsständen, die Rechnung sollte für alle aufgehen. Keine Frage, dass Kunz und sein Team auch im kommenden Jahr wieder ein Open Air auf die Bühne stellen werden.

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