«Die Chancen auf eine Seegfrörni stehen gut», sagt Klaus Marquart, Meteorologe von Meteo News. «Es bleibt bis über das Wochenende hinaus kalt und wenn die Bise weiterhin schwächelt, sind die Voraussetzungen für das Zufrieren erfüllt.»

Das Zünglein an der Waage spielt der Wind: Eine Bise, wie sie in den vergangenen Tagen über den Hallwilersee gezogen ist, wälzt das Wasser um und erschwert die Eisbildung.

Der zugefrorene Hallwilersee bei Seengen

Der zugefrorene Hallwilersee bei Seengen

Diese Gefahr besteht erneut: «Am Freitag und Samstag kommt wieder Bise auf», sagt Christa Hoyoz, Meteorologin bei Meteo Schweiz. Hoyoz will sich deshalb mit ihrer Prognose nicht aufs Glatteis begeben: «Wir sind zwar auf dem besten Weg zu einer Seegfrörni, garantiert ist diese jedoch nicht.»

Eis muss weiter wachsen

Und auch wenn der Hallwilersee zugefrieren sollte: Eine grosse Eisfläche bedeutet noch lange nicht, dass der See sofort von Familien und Vereinen auf Schlittschuhen in Beschlag genommen werden kann.

Ein Volksauflauf zwischen Meisterschwanden und Birrwil wird es laut Experten kaum geben: «Die Ausgangslage für das Zufrieren ist zwar gut», sagt Urs Egloff, Hochwasserbeauftragter bei der kantonalen Abteilung für Landschaft und Gewässer.

«Für die Freigabe einer Eisfläche braucht es nach dem Zufrieren aber mindestens 10 bis 12 Zentimeter dickes Schwarzeis.» Und dieses wachse bei günstigen Bedingungen höchstens 1 Zentimeter pro Tag.

Bereits zugefroren ist nebst einigen Uferabschnitten zwischen Tennwil und Aesch der Seenger Zopf. Von der Schiffstation erstreckt sich eine mehrere Fussballfelder grosse Eisfläche in den See hinaus. Die Gemeinde Seengen warnt jedoch davor, das Eisfeld zu betreten.