Ein Aargauer Startup gewinnt am Startup-Wettbewerb des Forums für christliche Führungskräfte.

Acht Jungunternehmen standen im Final, vier dürfen sich zu den Siegern zählen. Gewonnen hat auch Markus Zogg mit seinem in Schafisheim angesiedelten Projekt «Al Salam», ein Catering-Anbieter.

Er betreibt das Projekt nebenher, hauptberuflich ist er als Sozialdiakton bei der reformierten Kirche im Aargau tätig. 

«Al Salam» ist ein Gastronomie-Projekt, das arbeitslosen Migranten und anerkannten Flüchtlingen ermöglichen will, ihre Kochkünste zum Beruf zu machen. Das Projekt wurde im Oktober 2013 ins Leben gerufen.

Sinnvolle Beschäftigung

Angefangen hat alles damit, dass Markus Zogg viele Flüchtlinge kennenlernte, die sich sinnvoll betätigen wollten, wie er auf Anfrage erzählt.

Zogg: «Die Leute, die ich traf, konnten alle sehr gut kochen und wollten sich engagieren, daraus wollte ich etwas Sinnvolles schaffen».

Zum Team gehören Mitarbeiter aus Äthiopien, Syrien und Indien. Je zwei aus jedem Land, die je nach Aufträgen weitere Landsleute ins Team holen. Seine Mitarbeiter verdienen dann im Stundenlohn 25 Franken.

Das Unternehmen bietet zur Zeit erst Caterings an. In Zukunft sind auch Kochkurse und orientalische Abende geplant.

Gekocht wird bei den Gästen vor Ort – eine eigene Küche hat «Al Salam» nicht.

Markus Zogg sieht darin aber kein Problem: «Wir haben schon in den kleinsten Küchen Grosses realisiert». 

Handgemachte Bio-Falafel und Samosas

Die Gewinner erhalten vom Forum für christliche Führungskräfte je ein Innovations-Package im Wert von 5000 Franken. Zudem dürfen sie ihre Idee am Startup-Forum sowie an einem Stand an der Ausstellung des Forumus in Bern präsentieren. Dieses findet vom 18. bis 19. März zum dritten Mal statt.

2016 will Markus Zogg zwei Produkte auf den Markt zu bringen: Handgemachte Bio-Falafel und Bio-Samosas zum Aufbacken zuhause.  

Letztlich steht für Zogg aber nicht ein möglichst grosser Gewinn für seine Firma im Vordergrund.

Es geht ihm vor allem um eines: «Ich möchte möglichst viele Arbeitsgänge einfügen, um so viele Leute wie möglich zu beschäftigen.»

Zogg würde das Projekt gerne irgendwann hauptberuflich betreiben. Natürlich müsste es dann bis zu einem gewissen Grad gewinnbringend sein, doch das Soziale habe für ihn stets Priorität.