Regionale Jugendarbeit
Carmen Rüegger fühlt sich wohl als neue Jugendarbeiterin

Carmen Rüeger hat ihre dreimonatige Probezeit bei der Regionalen Jugendarbeit Lotten hinter sich. Seit diesem Monat ist sie fest angestellt und teilt sich mit Mich Wyser die 100-prozentige Jugendarbeitsstelle.

Barbara Vogt
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Carmen Rüeger setzt sich mit Jugendlichen oft aufs grüne Sofa. ba

Carmen Rüeger setzt sich mit Jugendlichen oft aufs grüne Sofa. ba

Die beiden organisieren für Jugendliche aus Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim Veranstaltungen und betreuen den Jugendtreff «chill-in» in Hunzenschwil.

Entspannt sitzt Carmen Rüeger auf dem grasgrünen Sofa, das sich von der roten Wand abhebt und gleich neben ihrem Büro steht. Grün musste das Sofa schon sein, witzelt die 22-Jährige. «Die Farbe kommt im Logo der Jugendarbeit vor.»

Mit Farben spielte die neue Jugendarbeiterin bereits früher: Sie lernte Floristin, doch spürte sie keine Erfüllung darin. Deshalb holte sie die Berufsmatura nach und suchte nach dem, was sie im Herzen erfüllte. Sie arbeitete in Horts und in einem Schulinternat. Was sie zwar anspruchsvoll, gleichzeitig aber spannend fand: «Ich zeigte den Jugendlichen Wege auf, sich in der Gesellschaft zu integrieren. Und sie zwangen, mich zu reflektieren.»

Gleiche Themen wie früher

Im September beginnt Carmen Rüeger an der Fachhochschule Nordwestschweiz Olten ein vierjähriges Studium für Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Ihre Arbeit als Jugendarbeiterin in Rupperswil ist deshalb praxisbegleitend und wird durch einen Praxisanleiter unterstützt. «Die Stelle in Rupperswil war mein Favorit. Solche Ausbildungsplätze sind rar.»

Von den Jugendlichen aus der Region wurde sie herzlich aufgenommen. Sie erinnert sich, wie sie während ihrer Vorstellungsphase einmal den Jugendtreff besuchte: «Die Jugendlichen wollten alles über mich wissen. Sie gaben mir das Gefühl, bereits zu ihnen zu gehören.» Überhaupt erlebt Carmen Rüeger sie als positiv eingestellt und offen. Sie hätten Vertrauen zu ihr gefasst und fragten um Rat. Knaben wollten wissen, wie sie sich bei den Mädchen richtig benehmen sollen. Vergleicht die Jugendarbeiterin die Themen mit ihrer Teenagerzeit, findet sie keine grossen Unterschiede. «Ich hörte nur andere Musik und trug andere Kleider.»

Die Aufgabe einer Jugendarbeiterin sei es, Vorbild und Bezugsperson für Jugendliche zu sein. «Ich will ihnen möglichst wenig vorschreiben, was sie tun sollen, sondern sie in ihren Anliegen und Ideen unterstützen.» Sie sei auch dazu da, mit Jugendlichen einen Anlass auf die Beine zu stellen. «Ich sehe mich ein Stück weit als Eventmanagerin.».»

Nebst ihrem Job als Jugendarbeiterin ist Carmen Rüeger Sprinterin in mehreren Hortbetrieben in Bülach. In dieser Region lebt sie. Sie spielt leidenschaftlich gerne Unihockey und malt «Beim einen kann ich mich auspowern, beim andern komme ich zur Ruhe.».