«Es war einmal...»
Bunte Kostüme statt weisse Röcke in Hunzenschwil

Das Jugendfest mit dem nostalgischen Motto war ein Vollerfolg.

Sibylle Haltiner (Text und Fotos)
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Es wuselt von gestiefelten Katern aus der 2. Klasse am Jugendfestumzug in Hunzenschwil. Das Dorf weihte am Donnerstag das Schulhaus ein und festete ab Freitag.

Es wuselt von gestiefelten Katern aus der 2. Klasse am Jugendfestumzug in Hunzenschwil. Das Dorf weihte am Donnerstag das Schulhaus ein und festete ab Freitag.

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Wie ein grosses Märchen präsentierte sich das Dorf während des dreitägigen Jugendfestes, das unter dem Motto «Es war einmal ...» stand. Die prächtigen Bögen, welche die Strassen überspannten, zeigten Schneewittchen und die sieben Zwerge oder das schlafende Dornröschen und selbstverständlich hatten sich die Schülerinnen und Schüler für der Umzug am Samstagmorgen Sujets zu diesem Thema ausgedacht.

«Mer send di sebe Zwergli»

Die Kindergärtler kamen als grüne Frösche daher mit Glubschaugen, langen, roten Zungen und einer goldenen Kugel. Was aus ihnen nach dem Kuss der Prinzessin wird, zeigten ihre Lehrerinnen, die als Prinzen mit Schnauz und Krone auftraten. «Mer send di sebe Zwergli ond schaffe teuf im Bergli ...» sangen die Erstklässler, die mit Zipfelmütze und Schaufel daherstapften, während die Schneewittchen vom gedeckten Tisch naschten.

Aber nicht nur Grimms Märchen boten Sujets für den Umzug. Lange Nasen wuchsen den Pinocchios aus der Einschulungsklasse. Die 4. Klasse stieg mit Alice ins Wunderland hinunter und die Sechstklässler zeigten die wunderbare Welt von Oz.

Bereits am Freitag startete das Fest mit einem Spielnachmittag für die Kinder. Am Samstag wurde um den schnellsten Hunzenschwiler gerannt. Ausserdem hatten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Darbietungen einstudiert, die sie auf der Bühne zeigten. Auch Livemusik konnten die Festbesucher geniessen, unter anderem von den Swiss Boys und der Schülerband Säkrefais. Selbstverständlich durfte die Lieblingsattraktion der Kinder, der Lunapark, nicht fehlen.

Auch eine ganz spezielle Schulklasse nahm am Umzug teil: Sie fuhr auf einem Wagen mit, denn ihre Schulzeit liegt schon ein paar Jahre zurück, genauer gesagt, begann sie im Jahr 1950, die Lehrerin hiess Gertrud Joho. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler mit Jahrgang 1943 nutzten ihr jährlich stattfindendes Klassentreffen, um nochmals am Umzug teilzunehmen. Fotos von vergangenen Jugendfesten zierten den Wagen, auf welchem sie sassen und grosszügig Weisswein an die Zuschauer verteilten. «Wie man sieht, trugen wir damals weisse Röcke. Für die Bögen über den Strassen suchten wir Moos im Wald und bastelten Papierblumen», erzählten Isabella Deiss, Myrta Zubler und Esther Heidegger-Bonny. Sie schwelgten gerne in alten Erinnerungen, genossen aber auch den Augenblick und meinten: «Das Fest ist super, wohl das ganze Dorf ist auf den Beinen.»

Feuerwehrmann von Auto erfasst

Am Rande des Jugendfestumzuges kam es zu einem Zwischenfall, bei dem niemand verletzt wurde. Ein Feuerwehrmann landete auf einer Motorhaube. Er wurde von einem wendenden Auto erfasst. Die Polizei sucht Zeugen.

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