Lenzburg
Bundesgericht stützt Urteil gegen Aargauer Pädophilen

Vom Bezirksgericht Lenzburg wurde ein Pädophiler zu einer bedingten Freiheitsstrafe von elf Monaten sowie einer Busse von 1500 Franken verurteilt – wegen sexueller Handlungen mit einem Kind. Dieses Urteil wollte er nicht akzeptieren. Jetzt blitzte er aber in Lausanne ab.

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Ein Pädophiler wollte sein Urteil nicht akzeptieren

Ein Pädophiler wollte sein Urteil nicht akzeptieren

Die Aargauer Strafbehörden haben einen Mann zu Recht wegen sexueller Handlungen mit einem Kind zu einer bedingten Geldstrafe von 19 800 Franken sowie zu einer Busse von 1500 Franken verurteilt. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Dem Pädophilen wird vorgeworfen, während fünf Jahren einem Mädchen immer wieder an die Brüste, zwischen die Beine und ans Gesäss gefasst zu haben.

Erste sexuelle Übergriffe musste das Mädchen im Alter von 11 Jahren erdulden; sie dauerten bis zum 16. Altersjahr des Mädchens.

Ausserdem soll der Pädophile gegen das Mädchen und dessen Mutter sowie gegen weitere ins Strafverfahren involvierte Personen mittels SMS und Briefen Drohungen ausgesprochen haben.

Der Präsident des Bezirksgerichts Lenzburg sprach den Sex-Täter im Dezember 2013 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, der mehrfachen Drohung sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig. Dies trug ihm eine bedingte Freiheitsstrafe von elf Monaten sowie eine Busse von 1500 Franken ein.

Das Obergericht schützte diesen Entscheid; anstelle der bedingten Freiheitsstrafe von elf Monaten verurteilte es den Pädophilen jedoch zu einer bedingten Geldstrafe von 330 Tagessätzen zu je 60 Franken – total 19 800 Franken. Die Busse von 1500 Franken wurde vom Obergericht bestätigt.

Eine dagegen eingereichte Beschwerde des Verurteilten hat das Bundesgericht jetzt abgewiesen.

Laut dem Urteil aus Lausanne hat sich das Obergericht «mit allen wesentlichen Gesichtspunkten befasst» und dessen Anspruch auf rechtliches Gehör nicht verletzt.

Nicht zu beanstanden ist auch, dass sich das Obergericht auf die Aussagen des Mädchens abgestützt und die Schilderungen des Pädophilen als wenig glaubhaft qualifiziert hat. (tzi)