Sadist
Brutaler Sex-Peiniger aus dem Aargau aufgeflogen

In einem Kellerabteil in Dottikon hat er Frauen gequält und missbraucht: Nun sitzt der 60-jährige Elektro-Ingenieur aus Hendschiken in Untersuchungshaft. Die brutalen Taten sind dabei dank eines Wasserschadens eher zufälligerweise entdeckt worden.

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Der 60-jährige Mann soll in einem Kellerabteil systematisch Frauen betäubt, sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. (Symbolbild).

Der 60-jährige Mann soll in einem Kellerabteil systematisch Frauen betäubt, sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben. (Symbolbild).

AZ

Ein Elektro-Ingenieur aus Hendschiken entpuppt sich als brutaler Sex-Sadist. Wie der Blick heute schreibt, soll der 60-jährige Mann in einem Kellerabteil mehrere systematisch Frauen betäubt, sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben.

Bei der Durchsuchung eines gemieteten Kellerabteils im Nachbardorf, sei die Polizei auf eine regelrechte Kammer des Schreckens gestossen: «Es befand sich ein Bett darin», sagt Elisabeth Strebel von der Staatsanwaltschaft. «Dazu eine Videokamera, Licht und ein Fernseher. Es wurden diverse Tabletten und mehrere Videos beschlagnahmt.» Bei den Tabletten soll es sich um das starke Betäubungsmittel Rohypnol und um Viagra handeln. Die Videoaufnahmen zeigen, wie der Mann sechs bewusstlose Frauen missbraucht, schlägt und quält. Er soll seine abartigen sadistischen Fantasien auch aufgeschrieben und in die Tat umgesetzt haben.

Untersuchungshaft verlängert

Elisabeth Strebel von der Aargauer Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber «Blick»: «Es läuft ein Verfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, sexueller Nötigung, eventuell Schändung, dazu Körperverletzung sowie Herstellung von Pornografie und Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte.» Die Untersuchungshaft wurde in der Zwischenzeit wegen bestehender Rückfall- und Kollusionsgefahr verlängert.

Kommissar Zufall im Spiel

Dass die Taten überhaupt aufgeflogen sind, ist einem reinen Zufall zu verdanken: Am 22. März rückt die Feuerwehr zu einem Wasserschaden in einem Lagerhaus in Hausen aus. Und entdeckt dort eine Indoor-Hanfanlage mit 650 Pflanzen. Sie gehört dem geschiedenen Familienvater. Mit dem Verkauf des Marihuanas soll er in den Monaten zuvor über 100 000 Franken verdient haben.

Er hatte die Hanfplantage durch eine Alarmanlage geschützt. Als er nach dem Feuerwehreinsatz dort auftaucht, wird er von der Polizei sofort verhaftet. Die Polizei hat anschliessend auch seine Wohnung in Hendschiken durchsucht und ist so auch auf das gemietete Kellerabteil in Dottikon gestossen.

In der Zwischenzeit konnten die Ermittler mehrere Opfer ausfindig machen – aber noch nicht alle. Die Gesichter sind auf den Aufnahmen zum Teil schwer zu erkennen. In Hendschiken ist man über den Vorfall über diese Vorkommnisse entsetzt: «Wenn ich höre, was er alles getan haben soll, ergibt alles Sinn und mir wird ganz unwohl», sagte eine Nachbarin zu «Blick». Der Mann habe sie gefragt, ob sie ihm nicht die Wohnung putzen könne. «Zum Glück hatte ich schon genug zu tun und habe abgesagt. Wer weiss, ob er mich nicht auch betäubt hätte», sagt sie gegenüber «Blick».

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