Boniswil
Boniswiler Musikanten verbanden Filmmusik mit Szenen auf Leinwand

Die Musikgesellschaft Boniswil hat an ihrer Movie Night bekannte Filmmelodien gespielt und dazu auf der Leinwand die Original-Szenen abgespielt. Die Perkussionsgruppe begeisterte zudem mit PET-Flaschen.

Sibylle Haltiner
Drucken
Die Boniswiler boten eine Reise durch zahlreiche Filmwelten.

Die Boniswiler boten eine Reise durch zahlreiche Filmwelten.

Sibylle Haltiner

Die Besucher der beiden Jahreskonzerte der Musikgesellschaft wähnten sich an einer glamourösen Filmvorstellung: Ein roter Teppich führte in den Saalbau, Filmstreifen zierten Tische und Wände, auf dem Programm standen Melodien aus bekannten Filmen – und sogar die Tombola-Lose waren goldfarben. So liess sich aus den Nieten ein Oscar formen. Oder man warf diese in den Topf für die Nietenverlosung und hoffte auf den Hauptgewinn.

Die Boniswiler Musikanten hatten zur Movie Night geladen und spielten Melodien von oscargekrönten Komponisten wie Hans Zimmer, Malcolm Arnold oder John Barry. Das Konzertpublikum mochte sich ein bisschen wundern, dass mitten unter diesen zeitgenössischen Musikern auch Richard Strauss aufgeführt war. Doch das hatte seine Richtigkeit: Für die Titelmelodie zu «2001: A Space Odyssey» hatte Arrangeur John Glenesk Mortier auf eine Komposition von Strauss zurückgegriffen. Die Boniswiler Musikanten spielten das bekannte Stück unter der Leitung von Dieter Siegrist gekonnt und mit dem notwendigen Pathos.

Perkussion mit leeren PET-Flaschen

Nicht nur bekannte Filmmelodien konnte das Publikum geniessen. Auf einer Leinwand liefen die entsprechenden Filme dazu, die Dirigent Dieter Siegrist passend zur Musik zusammengeschnitten hatte. Die Soldaten aus «Die Brücke am Kwai» marschierten im Takt zum «Colonel Bogey Marsch», den die Musikanten vortrugen – und natürlich mit einem Pfeifkonzert begannen. Das Medley aus «König der Löwen» steigerte sich musikalisch und visuell vom unbeschwerten Leben des jungen Löwen über die Bedrohung durch den bösen Onkel und die Hyänen bis zur Rückkehr Simbas als König. Und auch der «Gladiator» starb auf der Leinwand punktgenau zum dramatischen Höhepunkt der Filmmusik.

Durch das Programm führte Monika Hermann und erzählte Interessantes über die Filme und ihre Komponisten. Die Melodien zu «Born Free», «Shrek» oder «Jurassic Park» konnten mit diesem Hintergrundwissen noch mehr genossen werden. «Ghostbusters» und «Dirty Dancing» waren die Zugaben zu einem tollen Konzert.

Grosse Freude hatte das Publikum auch an der Perkussionsgruppe. Diese eröffnete das Konzert als «Blues Brothers» und begeisterte mit «Step by PET», einem Stück, das auf leeren PET-Flaschen gespielt wurde.

Aktuelle Nachrichten