az Leserwandern
Bitte beeilt Euch, Kapitän Helmut Jost wird nicht warten

Fünfte Etappe: Zu Fuss ging es von Birrwil nach Meisterschwanden - und dann per Schiff zum Schloss Hallwyl. Pünktlichkeit war gerfagt. Die Wanderer wussten: Hallwilsee-Kapitän Helmut Jost würde nicht warten und ohne sie losfahren.

Aline Wüst
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Barbara Buhofer, Gemeindeammann von Birrwil, begrüsst die az-Wanderer
19 Bilder
Vor dem Start erklärt SAC-Wanderleiter Urs Klemm den Weg
az Lserwandern fünfte Etappe: Von Birrwil zum Schloss Hallwyl
Immer wieder gibt der Wald den Blick auf den Hallwilersee frei
Ueli Haller, Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee, begleitet die az-Wanderer rund um den See
Joshua Urech (13) (links) und Marc Bertschi (11) gehören zu den jüngsten az-Wanderern
Vom Imbiss der az-Wanderer fällt auch etwas für die Schwäne auf dem Hallwilersee ab
Nicht schlecht, diese Pouletspiessli zum Znüni
Für az-Redaktorin Aline Wüst gibt es einen Apfel zum Znüni
Durch die Blumenwiesen im Luzerner Teil des Seeufers
Voller Elan geht es Richtung Meisterschwanden
Hund Campari ist auch am Freitag wieder mit dabei
In der Seerose Meisterschwanden warten diese az-Wanderer auf eine Erfrischung
Schiffskapitän Helmut Jost schaut den az-Wanderern beim Einsteigen zu
Die MS Brestenberg bringt die az-Wanderer von der Seerose Meisterschwanden nach Seengen
Auch Wanderhunde fahren gerne Schiff
az-Redaktorin Aline Wüst befragt Kapitän Helmut Jost
Ein selbstgebautes Dampfschiff kreuzt den Weg der MS Brestenberg
Nelli Ulmi, Gemeindeammann von Seengen, begrüsst die az-Wanderer vor dem Schloss Hallwyl

Barbara Buhofer, Gemeindeammann von Birrwil, begrüsst die az-Wanderer

Philipp Mäder

Kapitän Helmut Jost ist nie zu spät. Er ist ein Frühaufsteher, weil früh am Morgen der Tag am schönsten sei. Seit 23 Jahren fährt er mit dem Kursschiff über den Hallwilersee. Vom Meer träumt er nicht. «Nur Wasser sehen, das ist doch langweilig.» Viel lieber ist ihm der See, den er kennt, seit er denken kann.

Früh aufgestanden ist allerdings nicht nur Kapitän Jost. Auch 115 az-Wanderer und Wandererinnen haben den Wecker gestellt. Viele sind wegen der Schifffahrt gekommen. Die mussten sie sich allerdings zuerst verdienen.

Das erste Mal pünktlich

Einer von ihnen ist Peter Wild aus Widen, der sich pünktlich um neun Uhr in Birrwil einfindet. Eine Ausnahme - bisher ist Wild jeden Tag zu spät gekommen. Am Montag verpasste er das erste Mal den Zug und fand die Wandergruppe den ganzen Tag nicht mehr, am Dienstag hat er verschlafen und am Donnerstag verpasste er das zweite Mal den Zug. Aber gestern, da hat's endlich geklappt. Und Wild war stolz darauf.

Zügig ging's von Birrwil nach Meisterschwanden. Vorbei an fauchenden Schwänen, dafür immer mit Sicht auf das klare Wasser des Hallwilersees. Wanderleiter Urs Klemm vom SAC Aarau gab ein zügiges Tempo vor. Er wusste: Kapitän Jost wird pünktlich in der Seerose eintreffen und pünktlich dort abfahren.

Schiff, Segler und Schwimmer

Der ewig zu späte Peter Wild wanderte am Ende der Rucksackkarawane und genoss den schönen Weg. Schoss hin und wieder ein Foto und traf als einer der Letzten und trotzdem überpünktlich am Ziel ein.

Pünktlich fuhr Kapitän Jost mit der MS Brestenberg am Steg vor. Zügig waren auch die Wanderer im Schiff verschwunden, und die von der Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee offerierte Fahrt begann.

Dreimal hupen

Kapitän Jost hupte dreimal laut und fuhr weg. Die Hände fest ums hölzerne Steuerrad gelegt, blickte er auf den See und berichtete vom friedlichen Nebeneinander von Schiff, Seglern und Schwimmer. Hätte er einen Wunsch frei, wäre es, dass die Schwimmer immer Badekappen tragen. Sie wären dann besser zu sehen.

In Hallwil ist Schluss und die Wanderer gehen über zum nächsten Brestenberger. Diesmal ist es ein Wein, offeriert von der Gemeinde Seengen. Noch bevor die ersten Gläser klingen, sticht Kapitän Jost wieder in See.

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