Lenzburg
Bis Weihnachten gibt es einen doppelstöckigen Veloständer und Parkplätze

Noch diesen Monat beginnen beim Bahnhof Lenzburg die Bauarbeiten für eine Bike&Rail- und eine Park&Rail-Anlage. Damit soll das Parkier-Chaos rund um den Bahnhof ein Ende nehmen.

Fritz Thut
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Auf der künftigen Park&Rail-Anlage zeigen Stefan Köhler (SBB) sowie Christian Brenner und Richard Müller (Stadtbauamt) die Pläne. Fritz Thut

Auf der künftigen Park&Rail-Anlage zeigen Stefan Köhler (SBB) sowie Christian Brenner und Richard Müller (Stadtbauamt) die Pläne. Fritz Thut

Auch wenn es um die Planung des stadtseitigen Bahnhofplatzes ruhiger geworden ist, passiert rund um den Lenzburger Bahnhof nicht nichts: Die SBB lassen in den nächsten Monaten auf der Westseite des Bahnhofgebäudes je eine Bike & Rail- und eine Park & Rail-Anlage bauen. Die Baumaschinen sollen noch diesen Monat auffahren.

Das Chaos hat ein Ende

Macht das Wetter den Bauarbeitern keinen ganz dicken Strich durch die Rechnung, sollen hier bis Weihnachten Plätze für 532 Velos, 24 Roller und 264 Autos zur Verfügung stehen. Damit gibt es für die individuell anreisenden Bahnkunden genügend Abstellflächen, und das manchmal chaotisch wirkende Durcheinander rund um den Bahnhof könnte der Vergangenheit angehören.

Wie Projektleiter Stefan Köhler von den SBB Immobilien an einer Areal-Begehung erläuterte, entsprechen die geplanten Bauten in Lenzburg der Umsetzung eines neuen «SBB-Standards».

Doppelstöckige Veloständer

So kommen für das Deponieren von Velos jene doppelstöckigen Normständer zum Einsatz, die schon bei vielen andern Bahnhöfen ihren Dienst versehen. Die Elemente werden in sechs Reihen unterschiedlicher Länge auf jenem Areal aufgestellt, wo heute schon Velos abgestellt werden.

Der aktuell mit Kies belegte Fläche wird mit einem Asphaltbelag versehen. Während der Bauzeit steht in unmittelbarer Nähe ein Ersatzgebiet zur Verfügung. Die Bauten für die 532 Velos und 24 Roller, für die Abstellfelder markiert werden, wird Bauherr SBB voraussichtlich 610 000 Franken kosten.

«Hier handelt es sich um eine Vorabmassnahme, die die SBB vorfinanzieren», hält Richard Buchmüller, der Leiter des Lenzburger Stadtbauamtes fest. Für die spätere, definitive Regelung der Baukosten hat man eine «spezielle Vereinbarung» ausgehandelt. Die Stadt Lenzburg wird dannzumal nicht den üblichen 50-Prozent-Anteil zu berappen haben.

Parktarife steigen leicht an

Die gleiche Regelung gilt für das Park & Rail-Feld, das noch ein Stückchen weiter westlich für 1,1 Millionen Franken realisiert wird. In vier Reihen werden hier 264 bewirtschaftete Parkplätze für Bahnpassagiere realisiert. Die Abstellflächen erhalten einen Mergelbelag, die Fahrtrassees einen lastwagentauglichen Asphaltbelag, da künftig die Erschliessung des Bahnhofgebäudes ebenfalls von dieser Seite vorgesehen wird.

Die Zufahrt zur nachts beleuchteten Anlage erfolgt via Muracker- und Industriestrasse von Westen her. Auch hier steht während der Bauzeit ein Provisorium in der Nähe zur Verfügung.

Die Parktarife für die fertige Anlage sind etwas höher als die aktuellen. Zuerst kostet’s pro Stunde einen Franken; pro Tag werden 6 Franken fällig, pro Monat 60 und pro Jahr 600 Franken. Dauerkarten erhält nur, wer ein SBB-Abonnement vorweist.

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