Birrwil
Birrwiler Theaterleute spielen eine esoterische Komödie

Viel Klamauk mit Sonnentanz und Kaffeesatzlesen: Am nächsten Wochenende beweisen die Theaterleute von Birrwil nochmals ihr komödiantisches Talent.

Peter Weingartner (Text und Foto)
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Birrwiler Theatergruppe spielt esoterische Komödie
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Impressionen des Zweiakters «Manne mit und ohni Visione»
Impressionen des Zweiakters «Manne mit und ohni Visione»
Impressionen des Zweiakters «Manne mit und ohni Visione»
Impressionen des Zweiakters «Manne mit und ohni Visione»

Birrwiler Theatergruppe spielt esoterische Komödie

Peter Weingartner

Die Theatergruppe Birrwil spielt den Zweiakter «Manne mit und ohni Visione», eine «esoterische Komödie». Die Not (tiefer Selbstwert) treibt den biederen Waschmaschinen-Verkäufer Nick Gasser in die Fänge seines luschen Kollegen Joe Bommeli, Markenzeichen Haarband. Der will mit www.visionen.tv den grossen Reibach machen, indem er Männern mit Problemen das Geld aus der Tasche ziehen lassen will. Mit Nick an der Telefonfront. Ähnlichkeiten mit realen TV-Sendungen sind nicht zu vermeiden. Nicks Problem: Seine Frau hat ihn karrieremässig deklassiert und hält ihm das auch vor. Nun ist sie mit dem Chef beruflich in New York; Gassers Stube wird zum
TV-Studio und Seminarraum.

Nick ist nicht der einzige Mann, der sich Hoffnungen macht, mit Kartenlegen und Kaffeesatzlesen Geld machen zu können. Ein kiffender Alt-Hippie will sich seinen Indientrip erfüllen, ein Pensionär möchte die AHV aufbessern, und der paranoide François, der in jedem Stäubchen Bakterien sieht, vervollständigt das Männerquartett.

Aber da sind auch noch die Frauen, Nicks Hausmädchen aus Spanien und Frau Gassers Freundin, die auf Nick aufpassen soll. Gegen Ende platzt Gassers Frau unerwartet in einen indianischen Sonnentanz; und Nicks Mutter zeigt die ganze Macht des Matriarchats.

Anstehen statt Vorverkauf

In der Birrwiler Theatergruppe führen zwei der Hauptdarsteller, Bruno Weber (Nick Gasser) und Markus Lüscher (Alt-Hippie), gemeinsam Regie. Die Theaterleute spannen für die Festwirtschaft mit dem Damenturnverein zusammen. «Wir teilen den Gewinn», sagt Bruno Weber. Die Spielfreude ist spürbar; das Stück von Ramona Pfund bietet viel Wortwitz und Situationskomik sowie Gelegenheiten, Lokalbezüge herzustellen. Es gibt Lacheruptionen zu Hauf, zumal die Spielenden ihre komödiantischen Talente voll ausspielen .

Nach der gestrigen Premiere spielt die Theatergruppe ihr Stück nochmals am 20. und 21. Januar um 20.15 Uhr. «Es gibt keinen Vorverkauf; die Leute stehen schon um 18 Uhr an», sagt Markus Lüscher. Um 18.45 Uhr wird nämlich ein Nachtessen serviert.