Birrwil
Interaktive Wandtafeln und Lesenischen kommen bei den Kindern gut an

Am Samstag ist das neue Birrwiler Schulhaus eingeweiht worden. Es passt sich bestens in die Umgebung und die Geschichte des Dorfs ein.

Sibylle Haltiner
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Gemeindeammann Max Härri, Schulleiterin Sibylle Kloser, Regierungsrat Alex Hürzeler und Gemeinderätin Daniela Sandmeier (von links) weihen das neue Schulhaus ein.

Gemeindeammann Max Härri, Schulleiterin Sibylle Kloser, Regierungsrat Alex Hürzeler und Gemeinderätin Daniela Sandmeier (von links) weihen das neue Schulhaus ein.

Sibylle Haltiner

Auf drei Standorte waren bis zum Frühling dieses Jahres die Unterrichtsräume der Schule Birrwil verteilt. Im April durften die drei Schulklassen sowie die Kindergartengruppe ins neue Schulhaus einziehen, das rund 5,5 Millionen Franken gekostet und für seine Entstehung sieben Jahre Planungs- und Bauzeit benötigt hatte.

Am Samstag ist es im Beisein von Regierungsrat Alex Hürzeler eingeweiht worden und die Bevölkerung konnte die heimelige Atmosphäre der Unterrichtsräume, aber auch die moderne Technik der Einrichtungen und des Gebäudes in Augenschein nehmen.

Regierungsrätliches Lob für die Weitsicht

«Die Schule und das Schulhaus sind das Wichtigste in einem Dorf, denn hier treffen sich alle», betonte Regierungsrat Hürzeler in seiner Ansprache. Er lobte alle an der Planung und dem Bau Beteiligten:

«Es ist ein mit Weitsicht gebautes Gebäude.»

Der Architekt Oliver Bran­denberger hob die qualitativ hochstehenden Materialien her­aus: Neben Weisstanne, Beton und gegossenem Stein wurden auch recycelte Pet-Flaschen verwendet. Zudem wurde darauf geachtet, dass das Gebäude, das mit seinem hinausgezogenen Giebeldach Elemente eines Bauernhauses aufweist, in die Umgebung passt. «Das Schulhaus stiftet Identität und knüpft an die Tradition und Geschichte des Dorfs an», erklärte Bran­denberger.

Die interaktive Wandtafel gefällt den Kindern, weil sie darauf zeichnen können.
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Die Kinder dürfen beim Pflanzen eines Birnbaums neben dem Schulhaus helfen.
Regierungsrat Alex Hürzeler (Mitte) lässt sich von der Schulleiterin Sibylle Kloser und von Gemeindeammann Max Härri das neue Schulhaus zeigen.
Architekt Oliver Brandenberger erklärt, welche Materialien beim Schulhausbau verwendet wurden.
Im ersten Stock bietet das grosszügige Foyer verschiedene Nutzungsmöglichkeiten.
Die neuen Schulzimmer sind hell und gross.
Schulleiterin Sibylle Kloser und sechs Schülerinnen erzählen, was ihnen am neuen Schulhaus besonders gefällt.

Die interaktive Wandtafel gefällt den Kindern, weil sie darauf zeichnen können.

Sibylle Haltiner

Auch wurde modernste Technik angewendet, aber nicht High-, sondern eher Lowtech, wie der Architekt betonte. So wird mit einem ausgeklügelten Klappensystem für eine natürliche Belüftung gesorgt.

Schön und hell – und alle sind nahe zusammen

Auch den knapp 70 Kindern, die nun bereits seit einigen Monaten das Gebäude mit Leben füllen, gefällt das neue Schulhaus. Sechs Mädchen erzählten beim Festakt, was ihnen besonders Freude macht. Neben den Lesenischen und den interaktiven Wandtafeln erwähnten sie die höhenverstellbaren Stühle und Pulte und die Umgebung mit den vielen Bäumen. «Manchmal sieht man dort auch Tiere», berichtete eine Schülerin.

Die Lesenische im Schulzimmer von Lehrer Florian Suter ist über eine Leiter erreichbar und bei den Schülerinnen und Schülern überaus beliebt.

Die Lesenische im Schulzimmer von Lehrer Florian Suter ist über eine Leiter erreichbar und bei den Schülerinnen und Schülern überaus beliebt.

Sibylle Haltiner

Die Lehrerinnen und Lehrer ziehen nach den ersten Monaten ein durchwegs positives Fazit. «Es ist schön und hell hier und ich schätze sehr, dass wir alle so nahe zusammen sind», fasste Katrin Stöckli ihre ersten Erfahrungen zusammen. Sie unterrichtet die Erst- und Zweit­klässler.

Florian Suter, Lehrer der fünften und sechsten Klasse, ist wie seine Schülerinnen und Schüler von der interaktiven Wandtafel begeistert. «Damit ist ein ganz anderer Unterricht möglich», erklärte er. In seinem Schulzimmer befindet sich eine Lesenische, die über eine Leiter erreichbar ist und die von den Kindern geliebt wird. «Anfangs brauchten wir für die Benutzung einen Plan», erzählte er, «unterdessen organisieren sich die Kinder selbst.»