Birrwil
«Bim Bäre-Mäxu» – Hommage in Ländler-Form für Max Eichenberger

Der legendäre Wirt Max Eichenberger erhielt eine musikalische Hommage: In geselliger Runde wurde ihm der vom Lenzburger Kultur-Multitalent Ruedi Häusermann komponierte Ländler «Bim Bäre-Mäxu» übergeben.

Fritz Thut
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Die Birrwiler Wirte-Legende Max Eichenberger und Ruedi Häusermann, Komponist von «Bim Bäre-Mäxu», bei der Ländler-Übergabe. tf

Die Birrwiler Wirte-Legende Max Eichenberger und Ruedi Häusermann, Komponist von «Bim Bäre-Mäxu», bei der Ländler-Übergabe. tf

Eigentlich ist Montag Ruhetag (wie der Dienstag und der Mittwoch auch). Doch diesmal war die urig-gemütliche Gaststube des Birrwiler «Bären» sehr gut besetzt, denn es galt ein ganz besonderes Ereignis zu feiern. Eine «feierliche Ländler-Übergabe».

Vor Stammgästen, Freunden und Wirtekollegen wurde Wirt und Koch Max Eichenberger die spezielle Ehre zuteil, in einem Ländler verewigt zu werden. Die Hommage gilt einem legendären Gastgeber, der mittlerweile die 70 überschritten hat und seit 1976 das von den Eltern übernommene Restaurant Bären zusammen mit Ehefrau Dora leitet.

Urheber des Stücks ist mit dem Lenzburger Komponisten und Theatermacher Ruedi Häusermann einer der bekanntesten Kulturschaffenden des Aargaus. Das Multitalent füllt derzeit mit seiner Kapelle Eidgenössisch Moos und den von ihr erfrischend dargebotenen Volksmusik landauf, landab die Säle.

Ein Besuch im Dreivierteltakt

Ruedi Häusermann (virtuos an Klarinette und Blockflöte), Herwig Ursin (verschmitzt und mit Herzpflaster am Kinn am Akkordeon) und Jan Ratschko (an der Bassklarinette viel mehr als ein Rhythmusvorgeber) begeisterten auch in dieser Show-Case-Atmosphäre und lockten, spontan verstärkt durch anwesende Koryphäen, gar zwei Paare auf die kaum biertellergrosse Tanzfläche.

Höhepunkt des Abends war die Präsentation des Ländlers «Bim Bäre-Mäxu». Für Komponist Häusermann ist der Titel selbsterklärend, doch in seiner berühmten Art lieferte er Details nach, wie sich die klassischen vier Teile des Stücks aufteilen und was ihm beim Niederschreiben der Noten, die Eichenberger als Erinnerungsbild überreicht wurden, durch den Kopf ging.

Ein «Bären»-Besuch von Begrüssung, über die Aufnahme der nicht immer einfach formulierten Bestellungen, zu Maxens Arbeit in der Küche und den Service der Spezialitäten («den Fisch auf einer Seite dunkel gebraten auf der andern hell») erzählt der Ländler eine Geschichte im Dreivierteltakt.

Passende Älpler-Magrone

Witzige Tonart- und Rhythmuswechsel gehören bei Ruedi Häusermann dazu und hier gibt es eine logische Erklärung dazu: «Das Stück hat Ecken und Kanten – wie sein Namensgeber.» Der Angesprochene zeigte sich dankbar gerührt, verlor allerdings keine grossen Worte, sondern verzog sich zwischendurch wieder in sein Reich, die Küche.

Von dort aus wurde der Teil des musikalisch-kulinarischen Pingpong bestritten: «Anfang’s» mit Ochsenmaul-Salat, Roastbeef und Ballen-Chnusperli, «Weiter geht’s» mit Tomatensüppchen oder dem ebenfalls legendären Eisbergsalat mit Schafskäse. Als Hauptgang gabs passend zur Musik Älpler-Magrone «Bäre-Mäxu» und Zwetschgenkompott und als «Süsses Ende» kleine Desserts zur Auswahl.