Dintikon

Bianca Bauer, die professionelle Strahlefrau aus Dintikon

Das «Supermodel 2008» aus dem Aargau war an der Energy-Fashion-Night und hat sich in ihrer Branche etabliert. Wenn in der Zürcher Modelagentur Visage der Name Bianca Bauer (22) fällt, gerät das Team ins Schwärmen.

So nett sei sie, solch eine Ausstrahlung und – nicht ganz unentscheidend – so beliebt bei den Kunden. Die Dintikerin hat sich im vergangenen Jahr innerhalb der Schweiz zu einem der erfolgreichsten 20 Models entwickelt.

Erst kürzlich posierte sie für den Bikini-Katalog eines namhaften Schweizer Labels, da kam auch schon ein Aufgebot für die Energy-Fashion-Night. Die Modeschau im Zürcher Hallenstadion ist der grösste Anlass dieser Art in der Schweiz. Dementsprechend begehrt sind die Jobs auf dem Laufsteg.

Seite an Seite mit Julia Saner

Yannick Aellen, der Casting-Direktor und Choreograf des Events, sichtete an zwei Tagen weit über 100 Models. Bianca stach aus der Masse heraus. Aellen, der Bianca Bauer bereits als Juror in der Fernsehshow «Supermodel» kennen gelernt hatte, war höchst angetan von der Entwicklung der Aargauerin: «Bianca sah noch nie so gut aus wie an diesem Tag, sie strahlte richtig von innen heraus.»

Obwohl die Dintikerin nur in der Schweiz modelt, erhielt sie neben den mehrheitlich international tätigen Models wie Julia Saner und Ronja Furrer einen Platz auf dem Laufsteg. Lange Zeit schien es unwahrscheinlich, dass sich Bianca nach ihrem Sieg bei der zweiten «Supermodel»-Staffel so erfolgreich in der Schweizer Modelszene etablieren könnte. Nach dem Gewinn der Show im November 2008 war Bianca mehr bei Promianlässen denn auf den Laufstegen präsent. Ihr «Supermodel»-Titel, das merkte sie bald, war in der Modewelt nur hinderlich.

Ein Jahr wollte sie sich damals geben, um als Vollzeitmodel den Durchbruch zu schaffen. Doch die Seiten in ihrer Agenda blieben häufig leer. Neun Monate nach ihrem Sieg suchte sich die KV-Absolventin wieder einen Bürojob und begann ein berufsbegleitendes Wirtschaftsstudium. Dennoch: Ganz liess Bianca Bauer das Modeln nicht sein. Im Sommer 2010 wagte sie einen zweiten Anlauf. Mit einer neuen Agentur im Rücken besuchte sie nach Feierabend Castings und fragte Fotografen für Testshootings an.

Ihr Einsatz sollte sich auszahlen. Heute wird nicht mehr von Bianca, der Gewinnerin von «Supermodel» gesprochen, sondern von Bianca, dem Model mit der professionellen Einstellung. Das bestätigt auch ihre Agentin Zineta Blank: «Wir hören nur Gutes über sie von den Kunden.» Eine Kämpferin sei sie, sagt Yannick Aellen.

Keine leeren Agenda-Seiten mehr

Biancas Auftragsbuch ist für die Sommermonate bereits gut gefüllt. Im Herbst wird eine weitere Werbekampagne mit ihr lanciert, verrät Bianca. Zurzeit arbeitet die Dintikerin oft an allen sieben Wochentagen, um weder den Job in Zürich, das Studium in Luzern noch die Modeljobs in der ganzen Schweiz zu vernachlässigen.

«Meine Eltern sind schon fast etwas besorgt über meinen Arbeitseifer», sagt Bianca Bauer. Sie selbst ist zufrieden mit sich und der Welt. Endlich keine leeren Seiten mehr in der Agenda.

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