Fahrwangen
Bezirksschüler pflanzen in Fahrwangen 350 Sträucher

Zusammen mit Förster Urs Meyer und seinem Team haben Schüler der 2. Bezirksschulklasse Fahrwangen im Gebiet Breite rund 350 einheimische Sträucher gepflanzt. In wenigen Jahren werden diese zu einer 120 Meter langen Hecke ausgewachsen sein.

Toni Widmer
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Förster Urs Meyer zeigt den Schülern, wie man einen Baum pflanzt.Toni Widmer

Förster Urs Meyer zeigt den Schülern, wie man einen Baum pflanzt.Toni Widmer

Toni Widmer

«Im Bereich des Wurzelwerks muss die Erde dicht sein, es darf es keine Hohlräume geben. Sonst machen sich dort die Mäuse breit und fressen die jungen Triebe. Bei den Pflanzen mit Ballen ist es etwas einfacher.

Die könnt ihr einfach ins vorbereitete Loch stecken und den Ballen mit Erde zudecken.» Urs Meyer, Betriebsleiter im Forstbetrieb Lindenberg (Gemeinden Bettwil, Fahrwangen, Meisterschwanden, Sarmenstorf, Uezwil und Büttikon) instruiert die Schülerinnen und Schüler der 2. Bezirksschulklasse Fahrwangen kurz und schon dürfen sie selber an die Arbeit.

Es gibt viel zu tun am Dienstagmorgen. Bei Schneetreiben und eisiger Kälte werden rund 350 einheimische Sträucher gepflanzt: Schwarzdorn, Kreuzdorn, Liguster, Hartriegel, Pfaffenhütchen – gegen zwei Dutzend liegen auf den Forstfahrzeugen bereit. Dazu kommen auch drei Hochstämmer: eine Eiche, eine Linde und ein Kirschbaum.

In wenigen Jahren wird im Gebiet Breite eine hohe Hecke stehen, 120 Meter lang und 4 Meter breit: «Wir haben im Gemeinderat nach einer Lösung gesucht, das Industriegebiet vom angrenzenden Wohnquartier optisch abzutrennen und dabei auch einen gewissen Lärmschutz zu erreichen. Mit der Hecke gelingt uns das ideal», sagt die für das Projekt zuständige Gemeinderätin Julie Mesot.

Das Anlegen der Hecke wird von Urs Meyer und seinem Forstteam geleitet. Sie haben das Terrain ausgemessen, die Standorte der einzelnen Pflanzen festgelegt und graben mit grossen Spiralbohrern auch die nötigen Löcher. Für die Bezler gibt es dennoch genug zu tun. Entsprechend motiviert gehen sie ans Werk.

Der stellvertretende Förster Werner Sonderegger baut zusammen mit Leuten vom Natur- und Vogelschutzverein ein Bienenhotel. Das ist ein Häuschen, in dem wilde Bienen, Hornissen und andere Insekten einen sicheren Unterschlupf finden sollen.

Kanton beteiligt sich bei Kosten

Rund 10'000 Franken wird das ganze Projekt kosten, erklärt Julie Mesot. Finanziert wird es aus dem Ressort-Budget «Natur und Landschaft» der Gemeinde, der Kanton zahlt einen kleinen Beitrag.

Bis die Sträucher bestellt werden konnten, waren einige Verhandlungen nötig. «Wir mussten mit fünf verschiedenen Grundeigentümern über eine Landabtretung einig werden. Sie verzichten freiwillig auf diese Flächen und können sie später auch nicht mehr zurückfordern. Die Hecke wird im Grundbuch eingetragen und so geschützt».

Den Landbesitzern windet Mesot ein Kränzchen: «Ohne ihre Unterstützung hätten wir dieses Projekt nicht umsetzen können.» Die Hecke, hofft die Gemeinderätin, werde aber letztendlich allen dienen. Den Industriebetrieben ebenso wie den Anwohnern und nicht zuletzt den vielen Tieren, die hier bald Unterschlupf und Nahrung finden werden.

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