«Crossiety»

Besser als Facebook: SP-Ständerätin Pascale Bruderer promotet digitalen Dorfplatz

Daniel Mosimann, Lenzburgs Ammann, und Pascale Bruderer, SP-Ständerätin und Crossierty-VR-Mitglied, stellen das Projekt vor.

Sieben Lenzburger Gemeinden vernetzen sich auf «Crossiety». Die Online-Plattform hat eine berühmtes Verwaltungsratsmitglied: SP-Ständerätin Pascale Bruderer

Mit Nachbarn chatten, sein Velo verschenken, sich über das Dorfgeschehen, über Vereine oder Veranstaltungen in seiner Region informieren – und das alles auf der gleichen Online-Plattform: Der digitale Dorfplatz soll es möglich machen. Die Bevölkerung in schweizweit über 30 Dörfern und Städten vernetzte das Start-up Crossiety mit ihrer Plattform bereits. Der digitale Dorfplatz in der Region Lenzburg Seetal schliesst mit den sieben Gemeinden Lenzburg, Boniswil, Fahrwangen, Meisterschwanden, Möriken-Wildegg, Sarmenstorf und Schafisheim zum ersten Mal eine Region zusammen.

«Ich freue mich, dass der Aargau mit dieser Pionierleistung vorangeht», sagt Crossiety-Verwaltungsratsmitglied und SP-Ständerätin Pascale Bruderer. «Der Pilot ist gestartet. Ich bin gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt», ergänzt Daniel Mosimann, Lenzburger Stadtammann und Präsident des Gemeindeverbands Lebensraum Lenzburg Seetal (LLS), der die Plattform mit den involvierten Gemeinden und Crossiety lancierte.

Keine Auswertung der Daten

Der digitale Dorfplatz will Einwohner, Behörden, Vereine, Gewerbe oder Institutionen wie Schulen verbinden. «Die Einwohnerinnen und Einwohner können sich informieren, miteinander kommunizieren und sich engagieren», sagt Pascale Bruderer. Die verschiedenen Interessengruppen können auf dem Dorfplatz Neuigkeiten und Veranstaltungen in einer geschlossenen Gruppe oder öffentlich mit der Region teilen, Diskussionen und Umfragen starten, auf dem Marktplatz Gebrauchtes kaufen oder verkaufen, Muskelkraft oder Hilfe anbieten und privat chatten. Crossiety will auch die interne Kommunikation von Vereinen oder Schulen erleichtern. Benutzer loggen sich auf der Homepage www.crossiety.ch mit Angabe des Wohnortes ein. Lebt man in einer der sieben beteiligten Lenzburger Gemeinden, werden automatisch auch die Neuigkeiten dieser Region angezeigt. Gemeinden bis maximal 20 Kilometer entfernt kann man hinzufügen.

Von sozialen Netzwerken wie Facebook will sich Crossiety klar abgrenzen. «Der Dorfplatz von Crossiety ist ein lokales und vertrauenswürdiges Netzwerk», sagt Pascale Bruderer. Es würden weder Daten erhoben noch weitergegeben, es gebe keine anonymen Anmeldungen und keine Werbung. Das gilt auch für Gewerbebetriebe, die auf der Plattform aktiv sind: Plakative Produktwerbung ist verboten. Möglich wären aber Stellenausschreibungen oder Veranstaltungshinweise. Mitarbeiter der Crossiety kontrollieren die Posts.

Die einjährige Testphase kostet 25 000 Franken und wird durch die kantonale Standortförderung Aargau Services getragen. Für die Finanzierung ab 2020 sei man noch in Verhandlungen, sagt LLS-Präsident Daniel Mosimann.

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