Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis die Verbotsschilder aufgestellt werden können und die Wilstrasse beim Zentralgefängnis vom Waldeingang (Parkplatz Vita-Parcours) bis zur Aabachbrücke im Wyl mit einem Fahrverbot für den motorisierten Verkehr belegt wird. Wenn es überhaupt je soweit kommen wird.

Die Auseinandersetzung um die Schliessung des wenige hundert Meter langen Streckenabschnitts durchs Wyl geht nämlich in die nächste Runde. Stadtschreiber Christoph Hofstetter bestätigt auf Anfrage, dass gegen die kürzlich vom Stadtrat abgelehnten neun Einsprachen beim Regierungsrat Beschwerde erhoben wurde. «Wir sind informiert, dass beim Kanton gegen den Beschluss des Stadtrates eine Beschwerde eingegangen ist.»

Die vom Stadtrat geführten Gespräche mit den Einsprechern waren zuvor ergebnislos verlaufen. Zu den Einsprechern gehörten der Personalausschuss der Justizvollzugsanstalt und der Stallmeister des JVA-eigenen Gutsbetriebs. Zum Schluss hatte der Stadtrat sämtliche Einsprachen abgewiesen.

Antwort wird dauern

Jetzt ist der Ball beim Kanton, konkret beim Departement für Bau, Verkehr und Umwelt. «Dieses wird nun prüfen, ob der Entscheid des Stadtrates richtig war oder nicht», sagt Stadtschreiber Christoph Hofstetter. Bis es soweit ist, dürfte einige Zeit verstreichen. Wie lange man auf den Bescheid aus Aarau wird warten müssen, kann Hofstetter nicht genau sagen. «Erfahrungsgemäss benötigt eine Instanz rund zehn Monate bis zu einem Jahr, bis die Unterlagen genau geprüft sind und ein Entscheid gefällt werden kann.»

Im Moment steht nur soviel fest: So lange auf der Wilstrasse keine Verbotstafel montiert ist, solange werden Autos und Töffli munter weiter durchs Täli brausen. Und sie werden den im jetzigen schlechten Zustand nicht ungefährlichen Weg entlang des Aabachs durch den Wald weiterhin als Schleichweg auf der Fahrt von Lenzburg ins Seetal benutzen. Und umgekehrt.