Lenzburg

Beizer in der Rathausgasse bekommen am «Jugendfest Light» mehr Platz

In der Rathausgasse dürfen die Restaurants draussen mehr Tische aufstellen.

In der Rathausgasse dürfen die Restaurants draussen mehr Tische aufstellen.

Vorübergehend dürfen die Gastrobetriebe in der Rathausgasse mehr Tische aufstellen. Dies gilt für das Jugendfest Light an Donnerstag und Freitag. Doch die Auflagen des Stadtrats fürs Wirten auf öffentlichem Grund führen auch zu Kritik.

In Aarau ist es in der vergangenen Woche am Maienzug-Vorabend nicht zum befürchteten Grossaufmarsch gekommen. Es wurde gefeiert, der Rahmen war jedoch überschaubar. Jetzt hofft man auch in Lenzburg, dass die Bevölkerung diese Woche vernünftig bleibt.

Der Zapfenstreich, die grösste öffentliche Lenzburger Party mit mobilen Bars und Musik, zu dem alle Jahre Tausende von Heimweh-Lenzburger aus aller Welt nach Hause strömen, ist heuer ein Opfer des Coronavirus geworden. Ebenso wie alle üblichen Jugendfestaktivitäten, die zu einem «Gstungg» führen könnten. Hingegen stellt der Stadtrat den Gastrobetrieben in der Rathausgasse am kommenden Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Juli, zusätzlichen Aussenraum zur Verfügung. Fläche, die über jene hinausgeht, die im Rahmen der Corona-Unterstützungsmassnahmen früher bereits gesprochen wurde.

Das Angebot ist jedoch an Auflagen gebunden: Auf der befristet bewilligten Zusatzfläche darf nur aufgetischt werden, was bereits in der Menükarte des Restaurants enthalten ist. Nicht erlaubt ist hingegen, die Fläche für Darbietungen oder als Bar zu nutzen. Auch muss das Mobiliar auf dieser ausserordentlichen Freifläche nach Beizenschluss weggeräumt werden, damit der Zugang zu den Läden am kommenden Tag wieder frei ist.

Beizer hätten sich mehr Kulanz gewünscht

Der Stadtrat hat den zusätzlichen Raum den Wirten für kommenden Donnerstag und Freitag, jeweils von 18 bis 24 Uhr, bewilligt, sofern sie dies wünschen. Um Mitternacht ist Schluss jedoch mit dem Genuss. Über diesen Beschluss sind nicht alle Beizer erfreut. Man hätte sich im «Coronajahr» etwas mehr Kulanz von der Stadtbehörde gewünscht, heisst es.

«Der Betriebsschluss ist analog der Zeit in der ordentlichen Bewilligung für den Betrieb einer Gastwirtschaft auf öffentlichem Grund festgelegt worden», so die Begründung der Stadt Lenzburg auf Anfrage. Nichts gegen das stadträtliche Vorgehen hat Philipp Audolensky vom «Rosmarin». Der Stadtrat komme den Rathaus-Gastronomen schon sehr entgegen, indem «wir alle Tische bewirten dürfen wie am normalen Jugendfest».

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