Fahrwangen / Meisterschwanden
Beizensterben bedroht die Zukunft der Meitlitage

Am Donnerstag ziehen in Fahrwangen und Meisterschwanden die Meitli von einer Beiz zur nächsten: Im «Rütli», im «Löwen» und in der «Traube» in Meisterschwanden gehen sie auf Männerfang. Das ist Tradition. Doch diese bröckelt.

Anna Wanner
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Meisterschwanden: Im «Löwen» geht den Frauen Andy Gutknecht in den Grasbogen. Bevors in die nächste Beiz geht, wird er hin- und hergeschwungen.

Meisterschwanden: Im «Löwen» geht den Frauen Andy Gutknecht in den Grasbogen. Bevors in die nächste Beiz geht, wird er hin- und hergeschwungen.

In Gefahr ist die Tradition nicht aus Mangel an Nachwuchs, sondern aus Mangel an Beizen: Das «Rütli» wird abgerissen und weicht einem Gemeindezentrum; die «Traube»-Wirtin ist gestorben. Übrig bleibt der «Löwe», wo während der Meitlitage getanzt werden darf.

Zukunft ist ungewiss

Für das Jubiläumsjahr stehen den Meisterschwander Meitli immerhin noch vier Lokale zur Verfügung. «Die ‹Traube› und das ‹Rütli› öffnen extra nochmals», sagt Ursula Sutter von der Meiltisonntagsvereinigung Meisterschwanden. «Ausserdem stellt die Gemeinde ein Festzelt zur Verfügung.» Das Restaurant «Tanne» in Tennwil sei indes zu weit weg, und das «Speuzli» habe heuer die Bewilligung für den Zeltanbau nicht mehr erhalten. Wie es in Zukunft weitergeht, sei ungewiss. «Das müssen wir vorzu anschauen», sagt Sutter.

In Fahrwangen treffen sich die Meitli im traditionellen «Brüggli». Seit 2009 tanzen sie auch im «Szenario». Und seit zwei Jahren betreiben fünf junge Männer in der Turnhalle die «Festhütte Sidefiin».