Auenstein

Beim Kleiderkauf die Bienen retten? – aus dem Studienprojekt wird eine Firma

Fabian Zbinden (rechts) und Geschäftspartner Giacomo Travaglione in den «Beeyond»-Shirts.

Fabian Zbinden (rechts) und Geschäftspartner Giacomo Travaglione in den «Beeyond»-Shirts.

Der Auensteiner Fabian Zbinden (25) und Geschäftspartner Giacomo Travaglione (23) gründeten das Kleiderlabel Beeyond. Wer ein Kleidungsstück kauft, spendet ausserdem automatisch fünf Prozent des Kaufpreises für ein Bienenprojekt.

Kleidungsstücke der Marke Beeyond sind leicht zu erkennen. Egal ob Socken oder Shirts, überall ist eine Biene aufgestickt. Dahinter steckt Absicht, sagt Fabian Zbinden: «Wir hoffen, dass wir das Thema Bienen und die Problematik des Bienensterbens so mehr in das Bewusstsein der Leute bringen können.»

Fabian Zbinden kommt ursprünglich aus Auenstein und hat sich während seines Studiums an der FHNW in Brugg zum ersten Mal vertieft mit dem Thema Bienen befasst. Er kaufte über ein Projekt einen Bienenstock in Rumänien und erhielt so regelmässig Dividenden in Form von Honig. Für ein Studienprojekt plante er dann sein eigenes Kleiderlabel Beeyond. Das Studienprojekt wurde zur Bachelorarbeit und letztes Jahr gemeinsam mit Geschäftspartner Giacomo Travaglione zu einer Firma.

Bei jedem Kauf werden fünf Prozent gespendet

Unter dem Label Beeyond lassen Zbinden und Travaglione nachhaltige und faire Kleider produzieren. Die Rohstoffe stammen dabei alle aus Europa und auch die Produktion findet auf dem Kontinent statt. «Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, ausserhalb Europas zu produzieren und die Biobaumwolle von weit her zu importieren. Das wären viele Kilometer Weg gewesen», sagt Zbinden. Zudem könne «Beeyond» mit innovativen Materialien, wie Holzfasern aus Europa, den Wasserverbrauch minimieren.

Wer ein Kleidungsstück von «Beeyond» kauft, spendet ausserdem automatisch fünf Prozent des Kaufpreises für ein Bienenprojekt. Derzeit arbeitet «Beeyond» dafür mit Bienen Schweiz zusammen. «Wir unterstützen Kurse, die für die Öffentlichkeit gegeben werden. Dabei geht es darum, dass die Teilnehmenden zum Thema Bienensterben sensibilisiert werden und lernen, was sie in ihrem Alltag für die Bienen tun können», erklärt der Jungunternehmer.

In Zukunft will «Beeyond» noch weitere Projekte unterstützen. «Dabei ist uns Regionalität und die Authentizität des Projektes sehr wichtig», erklärt Zbinden. Ebenfalls erweitert wird das Sortiment der Marke. Derzeit gibt es T-Shirts und Socken zu kaufen, bald sollen noch Mützen und Pullover dazukommen. «Eigentlich wollten wir die Herbstkollektion schon früher lancieren, es hat sich aber coronabedingt alles ein wenig verzögert», erklärt Fabian Zbinden.

Nach acht Wochen beinahe komplett ausverkauft

Mit ihrem Label gewannen Zbinden und Travaglione den dritten Platz bei der Swiss Startup Challenge und zusätzlich auch ein Preisgeld von 2000 Franken. Auch sonst läuft es für das Label gut. «Wir haben den Onlineshop im Mai eröffnet und waren acht Wochen später das erste Mal beinahe komplett ausverkauft», sagt Zbinden.

Das Konzept des Labels scheint aufzugehen: «Unsere Kunden investieren gerne in qualitative Kleidungsstücke, die der Natur weniger Schaden zufügen als konventionelle Kleider», sagt Fabian Zbinden.

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