Erklingt der charakteristische Ton eines Alphorns, startet im Kopf das Kino: Alpwiesen, schneebedeckte Berggipfel, der Blick ins Tal und hinter dem langen Holzinstrument Frauen und Männer in Tracht.

Auf diese schöne Kulisse mussten die rund hundert Alphorn-Bläserinnen und Bläser am Bläsertreffen der Alphornvereinigung Nordwestschweiz verzichten. Sie haben sich am Sonntag in Möriken beim Schulhaus zum Wettblasen getroffen.

Eine der jüngsten Teilnehmerinnen am Bläsertreffen ist die 14-jährige Anna Rudolf von Rohr, die seit vier Jahren ins Horn bläst. Ihr macht das Musizieren in der Gruppe viel Spass, wie sie gegenüber «Tele M1» sagt.

Jury wertete nur mit dem Gehör

Die Jury sass abgeschottet in einem Zelt. Bei der Punktevergabe verliess sie sich einzig auf das Gehör. "Sie sollen sich nicht durch eine hübsche Frau oder einen hübschen Mann beeindrucken lassen", sagt Thomas von Arx, der Präsident der Alphornvereinigung Nordwestschweiz. Trotzdem: Am Sonntag in Möriken ging es mehr um das Pflegen einer alten Tradition als ums Gewinnen.