Die Stellen werden am LafargeHolcim-Standort in Holderbank abgebaut. Im französischen L'Isle d'Abeau streicht der Konzern 80 Arbeitsplätze. Den Rest des Abbaus verteile sich über weitere Standorte der Konzernfunktionen in anderen Teilen der Welt, schreibt der Zementkonzern in einer Mitteilung vom Donnerstag.

LafargeHolcim begründet den Abbau mit einer Anpassung der Unternehmensorganisation, die der Konzern nach dem Abschluss der Integration der früheren zwei Unternehmen vornimmt. Konkret plant der Konzern eine Vereinfachung der Struktur und eine Anpassung der technischen Supportfunktionen für die Ländergesellschaften.

Der Konzern werde in der Folge eine schlankere zentrale Organisation haben, die sich verstärkt um die Themen Strategie, Governance und Transformation kümmere, heisst es in der Mitteilung.

LafargeHolcim hat die Arbeitnehmervertretungen an allen betroffenen Standorten bereits über die geplante Reorganisation informiert. Der Konzern strebt gemäss Mitteilung an, die Auswirkungen der Massnahmen so gering wie möglich zu halten. Die erforderlichen Konsultationsprozesse seien eingeleitet.

Im Juli 2015 fusionierten Lafarge und Holcim:

Der Baustoffhersteller LafargeHolcim ist Marktführer mit Hauptsitz in Rapperswil-Jona. Der Konzern ist am 14. Juli 2015 auf der Fusion der Schweizer Holcim und der Französischen Lafarge hervorgegangen. Holcim hiess zuvor Holderbank nach der Ortschaft, wo die Firma 1912 als Aargauische Portlandcementfabrik Holderbank-Wildegg gegründet worden war.