Lenzburg

Bauherrschaft gibt auf: Umstrittener «Stadtgässli»-Bau ist endgültig vom Tisch

Die Profile des 2015 aufgelegten Neubaus stehen noch. Rechts oben das Schloss.

Die Profile des 2015 aufgelegten Neubaus stehen noch. Rechts oben das Schloss.

Ein schwieriges Kapital in der Geschichte des Stadtrates kann geschlossen werden. Viele werden sagen, die Exekutive habe definitiv eine bittere Niederlage erlitten. Immerhin ist jetzt der Weg frei für einen Neuanfang, für die Entwicklung eines Projektes, das sich besser ins Stadtbild einfügt.

Auf dem Areal der einstigen Schreinerei Hächler zwischen dem Gasthof Ochsen und dem Seifi-Parkplatz hätte ein fünfgeschossiges Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen sowie Gewerbe und Ladenflächen errichtet werden sollen. Dazu kommt es nun definitiv nicht: Der Regierungsrat hat die Baubewilligung des Stadtrates vom 3. August 2016 aufgehoben. Dieser Entscheid ist zwischenzeitlich rechtskräftig.

Mehr noch: Die Bauherrschaft, die AFW Wohnbau AG (steht der Alpha Immobilien nahe) hat das Interesse am Objekt verloren und verkauft. Das Stadtgässli 18 ist seit Mitte Mai im Besitz der LenzPORTAL AG, einer Schwestergesellschaft der Realit-Firmen. Und diese wird ein neues Projekt entwickeln. «Wir werden die Situation nun umfassend analysieren und anschliessend der Stadtbildkommission geeignete architektonische Vorschläge unterbreiten», erklärt Philipp Gloor, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Realit Treuhand AG.

Der Regierungsrat hatte in seinem Entscheid festgehalten, dass der Stadtrat bei der Erteilung der Baubewilligung für das bisherige Stadtgässli-Projekt die Rolle des Bundesinventars für schützenswerte Objekte (Isos) zu wenig beachtet hatte. (uhg)

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