Lenzburg

Bahnhofplatz wird im Herbst zur Begegnungszone

Soll moderner werden: Der Bahnhofplatz Lenzburg mit dem «wilden Durcheinander» von Passanten, Bussen und Autos wird neu gestaltet. Fritz Thut

Der Bahnhofplatz Lenzburg mit dem «wilden Durcheinander» von Passanten, Bussen und Autos wird zur Begegnungszone. Fritz Thut

Soll moderner werden: Der Bahnhofplatz Lenzburg mit dem «wilden Durcheinander» von Passanten, Bussen und Autos wird neu gestaltet. Fritz Thut

Auch wenn die Gestaltung des Bahnhofplatzes auf sich warten lässt, gibts hier bald ein neues Verkehrsregime: eine Begegnungszone. Die Stadt versucht den Verkehr mit Massnahmen zu beruhigen.

Die Begleitkommission stimmte einer Begegnungszone zu. Nachdem der Stadtrat Lenzburg im Mai den Antrag für einen Projektierungskredit für einen neuen Bahnhofplatz zurückgezogen hatte, bildete sich eine Begleitgruppe.

Die Stadt richtet die Begegnungszone im Herbst ein. Sie hat zum Ziel, dass sich verschiedene Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger, Velo- und Autofahrer miteinander auf einem tiefen Geschwindigkeitsniveau bewegen können. Gleichzeitig wird der Strassenraum aufgewertet.

Busverkehr entschärfen

In Lenzburg soll konkret der Busverkehr entschärft werden. Insbesondere um die Stosszeiten herrscht beim Bahnhof ein dichtes Gedränge. Dies erschwert den Buschauffeuren ein rasches Durchkommen, was wiederum zu Verspätungen führt.

Andi Schaerer, Mediensprecher der Begleitkommission, sagt, dass die Durchfahrt auf der Ost-Westachse (zwischen Stadt und westlichem Industrie- und Wohnquartier) nach der Einrichtung der Begegnungszone für die Lenzburger nach wie vor möglich sei. «Wir wollen jedoch den Durchgangsverkehr, der diese Route zur Umgehung der Hauptverkehrsachse nutzt, deutlich reduzieren.» Das neue Verkehrsregime auf dem Bahnhofplatz wird durch Zählungen und Geschwindigkeitsmassnahmen begleitet. Damit soll die Wirksamkeit der Massnahme eruiert und wenn nötig verbessert werden.

Generell Tempo 20

Die Begegnungszone beim Bahnhofplatz wird mit Signalisationstafeln gekennzeichnet. In diesem Raum herrscht generell Tempo 20. Die Lenzburger haben Erfahrungen mit Begegnungszone: Seit Längerem wird in der Altstadt eine solche betrieben.

Die Begleitkommission traf sich diese Woche erstmals zu einer Sitzung im Bauamt. Dabei sprach man über die Begegnungszone beim Bahnhofplatz. «Damit setzten wir ein Zeichen, denn mit dem neuen Verkehrsregime wollen wir Erfahrung für die spätere Platzgestaltung sammel», sagt Andi Schaerer.

Die 15-köpfige Kommission setzt sich aus Vertretern der politischen Parteien, des Regionalplanungsverbands Lenzburg-Seetal, der Verkehrskommission Lenzburg und des Interessenverbands Pro Velo zusammen.

Die rund einjährige Arbeit der Begleitkommission konzentriert sich auf das komplexe Verkehrskonzept inklusive Parkierungsmöglichkeiten. Zugänglichkeit und Beschaffenheit der Perrons sowie Kosten-Nutzen-Verhältnis des neuen Bahnhofplatzes sind ebenso Themen.

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