Lenzburg

Bäcker Büchli bricht das Brot für einen guten Zweck

Bäckermeister Stephan Büchli beteiligt sich seit mehreren Jahren an der Spendensammlung von «Fastenopfer» und «Brot für alle».

Bäckermeister Stephan Büchli beteiligt sich seit mehreren Jahren an der Spendensammlung von «Fastenopfer» und «Brot für alle».

In der Lenzburger Bäckerei Büchli und anderen Backstuben der Region gibt es seit Aschermittwoch das «Brot zum Teilen». Wer zugreift, unterstützt Bauern in armen Ländern des Südens.

Der Alltag des Bäckers beginnt für Stephan Büchli um 2 Uhr. Dann heizt der Lenzburger Bäckermeister den Ofen in seiner Backstube an der Bahnhofstrasse ein und bäckt bis ins Morgengrauen Brote und andere Köstlichkeiten knusprig braun.

Seit Aschermittwoch hat sich in der nächtlichen Routine etwas verändert: Das Team in der Backstube legt vor dem Backen ein Dutzend Teigbälle zur Seite und formt diese mit dem Rillholz zu einem Brot mit vier Teilen. Stunden später wird dieses besondere Ruchbrot als «Brot zum Teilen» in der Auslage der Bäckerei liegen, versehen mit einem Fähnchen der kirchlichen Hilfswerke «Fastenopfer» und «Brot für alle».

Wer das Brot kauft, legt zusätzlich 50 Rappen ins Kässeli und unterstützt damit Kleinbauern in armen Ländern, die wegen ausländischen Investoren und Spekulanten Boden, Arbeit und damit ihre Lebensgrundlage verlieren.

Gegen diese Entwicklung wehren sich «Fastenopfer» und «Brot für alle» mit der diesjährigen ökumenischen Kampagne «Ohne Land kein Brot». Mit dabei sind 600 Bäckereien in der ganzen Schweiz.

Brot wird im Laden geteilt

Stephan Büchli unterstützt die Sammelaktion seit mehreren Jahren. «Das ist eine tolle Sache, bei der wir uns gerne engagieren», sagt der Bäckermeister. In seinem Kässeli kommen während der Aktion, die von Aschermittwoch bis Ostersonntag läuft, jeweils mehrere hundert Franken zusammen. «Einige Kunden kaufen bewusst das besondere Brot und teilen es mit jemandem im Laden, halbieren oder vierteln es sogar.»

Auch wer ein Gipfeli oder einen Spitzbub kauft, kann Gutes tun und einen Batzen ins Kässeli legen. Viele spenden mehr als die 50 Rappen. Und auch ein Nötli rutscht ab und zu durch den Schlitz ins Kässeli.

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