Möriken-Wildegg

Badi Möriken-Wildegg bei klirrender Kälte eröffnet

Schnee bis ins Flachland: Sonnenhungrige rieben sich am Wochenende die Augen. In Möriken-Wildegg wurde das Schwimmbad trotz klirrender Kälte feierlich eröffnet. Das geheizte Schwimmbad zog denn auch erste Wasserratten an.

Gemeinderat Josef Niederberger traute seinen Augen kaum, als er am Samstag in der Früh aus dem Fenster blickte: Schnee soweit das Auge reicht – und das am Tag der Schwimmbad-Eröffnung. Ein Zurück gab es aber nicht. Die Einladung zur Eröffnung um 11 Uhr war verschickt und der Apéro bestellt.

Niederberger holte deshalb als Mitglied der Badi-Kommission seine Winterjacke aus dem Keller, die er vor einer Woche dort tief verstaut hatte, und machte sich auf in die Kälte zur Badi.

Dank Fernwärme über 20 Grad warm

Dort die Überraschung: Trotz Schneeregen und Temperaturen um 3 Grad warteten am Eingang rund zwei Dutzend Badegäste. Die Badesachen allerdings hatten nur wenige dabei – obwohl das Wasser in der Badi dank Fernwärme der Jura Cement über 20 Grad warm war und die Becken in der kalten Luft zu kochen schienen. «Es ist fast wie im Sommer», sagte der reformierte Pfarrer Martin Kuse, der als einer der ersten ins Wasser sprang. «Ich könnte noch lange schwimmen – auch, weil es sicher ungemütlich wird, später aus dem Becken in die Kälte zu steigen.»

«Wir sind hat richtige Wasserratten!»

Den bitterkalten Spiessrutenlauf vom Schwimmbecken zurück in die Umkleidekabine hatte Sara Senn zu dieser Zeit bereits hinter sich. Leicht frösteln stiess die Lehrerin und Mitglied der Badi-Kommission am Apéro auf die Eröffnung an. «Jetzt kann das Wetter nur noch besser werden.»

Nicht von der Kälte abschrecken liess sich auch Priska Gabriel, die mit ihren Kindern Yves (10) und Bettina (8) ins warme Nass eintauchte: «Wir sind hat richtige Wasserratten!»

Mit Imprägnierspray gegen Regen

Etwas zurückhaltender war dagegen Josef Niederberger, der seine Badehosen zu Hause gelassen hatte. «Ich warte lieber auf schönes Wetter», verriet der Gemeinderat. In seiner Ansprache zur «wohl ungewöhnlichsten Badi-Eröffnung seit langem» zog Josef Niederberger deshalb als Jux das passende Mittel gegen Regen und Schnee aus der Jackentasche: Eine Dose Imprägnierspray.

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