Lenzburg

Baby mit Downsyndrom: Sie mussten sich entscheiden

Schwere Entscheidung: Kind mit Downsyndrom

Schwere Entscheidung: Kind mit Downsyndrom

Im Stapferhaus in Lenzburg geht es bei der neuen Ausstellung um das Thema Entscheidungen. Jan Piubellini und Monika Mutschler mussten in ihrem Leben eine schwere Entscheidung treffen: Entscheiden sie sich für ihr ungeborenes Baby mit Downsyndrom?

«Ich bin so froh, dass wir uns für Inken entschieden haben», sagt Monika Mutschler. «Ich bin sehr glücklich.» Während der Schwangerschaft kam die Diagnose, dass ihr Kind das Downsyndrom hat. Bis der Entscheid feststand, ob sie das Kind behalten will, sei es aber ein langer Weg gewesen, erzählt sie TeleM1. Das Bauchgefühl habe ihr aber gesagt, dass sie das Baby wolle, egal wie es sei. Jan Piubellini, Inkens Vater, sieht ihre Behinderung gar nicht. «Für mich ist es einfach Inken.»

Für das Paar ist die Ausstellung im Stapferhaus in Lenzburg deshalb sehr speziell.

Keine Qual

Die Ausstellung ist so konzipiert, dass für jeden Besucher Entscheidungen anstehen. Diese gehen über Liebe, Politik und Karriere. Bei jeder getroffenen Entscheidung bekommt man wie beim Einkaufen ein Preisschild. Diese werden ganz am Schluss analysiert.

«Wir möchten, dass die Leute darüber nachdenken, was Entscheidungen für einen Stellenwert im Leben haben und ihnen auch Entscheidungstipps abgeben, sodass in Zukunft die Wahl nicht mehr zur Qual wird», erklärt Michael Fässler, Mediensprecher vom Stapferhaus Lenzburg. 

Jan Piubellini und Monika Mutschler denken nicht mehr gross über ihre damalige Entscheidung nach. Sie geniessen ihr Leben mit den zwei Töchtern, Inken und Tamara. (sarkue/ldu)

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