Lenzburg
Ausstellung «Geld» lässt die Stapferhaus-Kasse klingeln

Besucherrekord: Die neue Ausstellung des Stapferhauses rund um das Thema Geld macht offensichtlich neugierig.

Ruth Steiner
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Ein Blick ins Paradies durch die Linse der «Geld-»Ausstellungsmacher.

Ein Blick ins Paradies durch die Linse der «Geld-»Ausstellungsmacher.

Chris Iseli

Stapferhaus-Chefin Sibylle Lichtensteiger hat allen Grund zum Strahlen. «Es ist extrem gut angelaufen. Vom Start Mitte November bis Mitte Januar haben 8850 Besucher die Ausstellung im Zeughaus-Areal besucht», zieht sie eine erste Zwischenbilanz zwei Monate nach der Eröffnung der jüngsten Stapferhaus-Produktion zum Thema «Geld. Jenseits von Gut und Böse».

Wenn Lichtensteiger also sagt, Geld gehe uns alle etwas an, so hat sie wohl nicht zu hoch gegriffen und erklärt damit auch den Starterfolg der Ausstellung. Das Thema trifft den Nerv der Zeit, reizt viele Menschen zur persönlichen Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Zahlungsmittels. Die Besucherzahlen von «Geld» toppen selbst den bisherigen Höchstwert von «Entscheiden». Dieser liegt während der vergleichbaren Zeitdauer um knapp 600 Eintritte tiefer.

Viele Gruppen angemeldet

Schlüsselt man die Zahlen noch weiter auf, so gehen mehr als drei Viertel davon auf Einzelpersonen, der Rest auf Gruppenbesuche. Diese Bilanz mit überproportional mehr Einzelbesuchern mag auf den ersten Blick etwas irritieren. Für Sibylle Lichtensteiger ist jedoch klar, dass Schulklassen, Firmen und Vereine einen Ausstellungsbesuch nicht unbedingt am Jahresende in die sonst schon geballte Agenda pferchen. Das wird sich bald ändern: Dieses Besuchersegment hat sich in den kommenden Monaten bereits mit 480 Gruppen angemeldet und 40 Workshops gebucht. Wie in den bisherigen Projekten werden in der laufenden Ausstellung an interaktiven Stationen und in Befragungen zu verschiedenen Themen Erhebungen gemacht. Auch davon will man im Stapferhaus schon bald einmal erste repräsentative Auswertungen machen. Doch bereits jetzt hat die Stapferhaus-Chefin Anhaltspunkte, dass der etwas lustvolle und auf eine leichte Art und Weise kritische Umgang mit dem Thema Geld allgemein gut ankommt. «Unseren Mitarbeitenden an der Kasse fällt auf, dass die Leute gut gelaunt und heiter aus der Ausstellung kommen», erzählt Lichtensteiger. Positiv seien auch deren erste Kommentare.

Bezahlter Eintritt wie erwartet

Erstmals kann der Besucher am Ende der Ausstellung selber bestimmen, wie viel ihm die gezeigten Inhalte wert sind beziehungsweise welchen Betrag zu berappen sein Portemonnaie zulässt. Bezahlen die Leute genug oder hat man sich im Stapferhaus damit zu sehr aus dem Fenster gelehnt? Man habe tatsächlich keine Ahnung gehabt, worauf man sich mit dem Entscheid eines frei wählbaren Eintrittsbetrages einlasse, gesteht Lichtensteiger. Bereut hat man den Beschluss bis jetzt nicht. «Es gibt Leute, die bezahlen bis zu 50 Franken, es gibt auch solche, die unter dem bisher verlangten Eintrittspreis von 19 Franken liegen. Das sind vor allem jene, welche die Ausstellung ein weiteres Mal besuchen wollen.» Alles in allem liege die entrichtete Summe im Bereich der Erwartungen. Und weil das Publikum bisher in Scharen aufmarschiert ist, zeigt man sich im Stapferhaus zufrieden mit dem bisherigen Geldsegen, der in die Ausstellungs-Kasse floss.