Lenzburg/Freiamt
Auffahrkollision: Alkohol, Drogen und eine Flucht mit Vaters Auto

In der Nacht auf Samstag fuhr ein Audi-Lenker bei Lenzburg ins Heck eines Mercedes. Der Verusacher beschimpfte den anderen, flüchtete – und wurde Stunden später doch noch erwischt. Eine Anzeige haben trotzdem beide erhalten.

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Nachts verursacht ein Autofahrer eine Auffahrkollision – einige Stunden später sind beide Lenker ihr Billett los. (Symbolbild)

Nachts verursacht ein Autofahrer eine Auffahrkollision – einige Stunden später sind beide Lenker ihr Billett los. (Symbolbild)

Keystone

Die Auffahrkollision ereignete sich heute Samstag, gegen 1 Uhr, auf dem Brauereiweg vor der «Neuhof»-Kreuzung: «Vom Mc Donald's-Restaurant kommend, fuhr der Lenker eines grauen Audi S3 einem Mercedes ins Heck», teilt die Kantonspolizei heute mit.

Der Mercedes-Fahrer – ein 32-jähriger Schweizer – stellte den Verursacher zur Rede. Dieser habe mit Beschimpfungen geantwortet. «Als der Mercedes-Fahrer die Polizei anrief, setzte der unbekannte Audi-Fahrer zurück und flüchtete», heisst es weiter in der Mitteilung. Der Geschädigte fuhr dem Flüchtigen nach. Als er ihn wenig später fand, «konnte ihm den Weg abschneiden», so die Kantonspolizei. Doch dieser machte sich – über das Trottoir ausweichend – wieder aus dem Staub.

Die Polizei ermittelte dann den Halter des Audis. Wie sich herausstellte, war dieser nicht selbst am Steuer gesessen, sondern sein Sohn, ein 21-jähriger Serbe. Die Beamten trafen ihn um 4 Uhr morgens an seinem Wohnort im Freiamt. «Dabei zeigte sich, dass der 21-jährige Serbe deutlich alkoholisiert war», teilt die Kapo mit. Der Atemlufttest habe einen Wert von gegen 1,3 Promille ergeben.

Der junge Unfallverursacher musste für eine Blutprobe ins Spital. Danach nahm ihm die Kantonspolizei den Führerausweis ab.

Eine Anzeige gab es auch für den Mercedes-Fahrer. Bei ihm war nämlich ein Drogenschnelltest positiv ausgefallen.

Auch Beifahrer alkoholisiert

Ebenfalls angetrunken war gemäss Polizeiangaben der Beifahrer im Audi, ein 19-jähriger Bosnier. Die Kantonspolizei habe klären können, dass dieser später in der Nacht selbst am Steuer eines anderen Autos sass. «Weil sein Alkoholisierungsgrad geringer war, musste er keine Blutprobe abgeben, wurde aber ebenfalls verzeigt», so die Polizei.

Die Mobile Einsatzpolizei in Schafisheim (Telefon 062 886 88 88) sucht noch Augenzeugen. (pz)