Als im April die Bagger beim Knoten Neuhof auffuhren und den 75 Millionen Franken teuren Umbau des Autobahnzubringer A 1 in Angriff nahmen, fing bei den Freischaren-Verantwortlichen das bange Fragen an: Wie würde sich die riesige Baustelle am Freitag, 13. Juli präsentieren, wenn das Freischarenmanöver auf der Agenda stand? Würde das Nadelöhr Neuhof-Kreuzung und Hendschikerstrasse für die Verschiebung von verschiedenen Freischaren- und Kadettenzügen vom Bodenfeld und vom Gofi her noch enger werden, ja die Stelle gar unpassierbar machen?

Jetzt gibt es Entwarnung: «Wir haben hervorragende Verhältnisse, um schöne Bilder in die Landschaft zu malen», sagte Freischaren-Stabschef Peter Buri an der Manöverbesprechung am Montagabend. Tatsächlich verspricht nicht nur das Wetter einen traumhaften Manövertag, auch die Landwirte haben grosszügig Wiesenflächen gemäht im Gebiet Goffersberg, Bodenfeld, Lindhof und Schützenmatte, wo das lautstarke, farbenfrohe Open-Air-Spektakel mit dem entscheidenden Gefecht traditionellerweise zu Ende gehen wird.

Die Bauarbeiten an der Grossbaustelle Knoten Neuhof haben im April begonnen.

Die Bauarbeiten an der Grossbaustelle Knoten Neuhof haben im April begonnen.

Baustelle als Glücksfall

Und jetzt erweist sich die Baustelle letztendlich sogar als grosses Glück im anfänglich geglaubten Unglück. So, wie es nämlich aussieht, steht beim Neuhof in diesem Jahr soviel Platz wie nie zuvor zur Verfügung für die Verschiebung Richtung Schützenmatte. Ab der Lichtsignalanlage an der Kreuzung Richtung Autobahn wird man nämlich eine neu gebaute und bisher noch nicht in Betrieb genommene Fahrspur benutzen dürfen. «Nach langen Gesprächen hat uns der Kanton schliesslich für die Nutzung grünes Licht erteilt», erklärt Doël Silva, bei die Freischaren (in Zusammenarbeit mit der Regionalpolizei) für den reibungslosen Ablauf des Manövers verantwortlich.

Eng bleibt es hingegen auf der Hendschikerstrasse, wo bei der Agip-Tankstelle innerhalb kurzer Zeit eine grosse Zahl von Manöverteilnehmern und Zuschauern über die Strasse geschleust werden müssen. Und weil die Sicherheit im mittlerweile fast 1000 Mitwirkende umfassenden Freischarenmanöver immer wichtiger wird, sind zusammen mit der Repol über 60 Sicherheitskräfte im Einsatz. (str)

Probe des Kadettenkorps: