Birrwil

Auf der Strasse hinunter zur «Schifflände» wirds noch enger

Während der Strassensanierung regelt ein Lichtsignal die Zufahrt zum Hallwilersee.

«Wir haben in der Gemeinde in den letzten Jahren schon viele Gräben aufgerissen und etliche Strassenabschnitte saniert. Dieses Projekt stellt jedoch einen grösseren und komplizierteren Brocken dar», sagte der zuständige Birrwiler Gemeinderat Thomas Forrer gestern beim Auftakt zur Sanierung der Seetrasse.

Während der kommenden Monate und bis Ende Mai 2018 wird der 600 Meter lange Weg für 1,5 Millionen Franken saniert und besser ausgeleuchtet.

Tatsächlich ist das Erneuerungsprojekt in verschiedener Hinsicht eine besondere Knacknuss für Behörden und involvierte Baufachspezialisten: Zum einen ist der 600 Meter lange Weg extrem schmal und steil. Im oberen Teil grenzt er an Wohngebiet, die anschliessende Zone unterliegt dem Hallwilersee-Schutzdekret. Bauliche Eingriffe sind demnach nur beschränkt möglich. Mit andern Worten: Die Seestrasse wird auch nach Abschluss der Sanierung Ende Mai 2018 nicht unbedingt breiter sein, als sie heute ist.

An der schmalsten Stelle sind das laut Baugesuch 4,26 Meter, im Hangbereich etwa 4,8 Meter. Drei Ausweichstellen sind eingeplant. Eine weitere Klippe, die umschifft werden muss, sind der kleine Weiler und das Hotel-Restaurant Schifflände am Ende der Strasse. Die «Schifflände» ist ein beliebtes und gut frequentiertes Ausflugsziel am Hallwilersee und muss auch während der gesamten Bauphase erreicht werden können.

Wie das Zufahrtsproblem gelöst werden soll, erklärt Markus Burgherr von der zuständigen CES Bauingenieur AG, Aarau so: «Wir haben auf eine etwas unorthodoxe Massnahme zurückgegriffen. Damit die Fahrzeuge passieren können, wird die Seetrasse für die Sanierung provisorisch verbreitert.» Dazu soll die Böschung zur Seeseite aufgeschüttet werden. Für diese Massnahme wird eine bodenkundliche Baubegleitung beigezogen. Der Spezialist wird jeweils einschreiten, wenn das sensible Gelände für Bauarbeiten zu nass ist.

Der Zeitplan für die Sanierung sieht vor, die erste Strassenhälfte bis Weihnachten fertig zu erstellen, den zweiten Teil durch das Wohngebiet bis zur Kantonsstrasse bis Ende März 2018. Der Verkehr wird in dieser Zeit mit einer Lichtsignalanlage geregelt. Für den Einbau des neuen Belags im Mai 2018 ist eine Vollsperrung der Strecke von zwei Tagen unumgänglich. Bauingenieur Burgherr verspricht jedoch, dass selbst in dieser Zeit niemand auf einen Ausflug in die «Schifflände» verzichten müsse.

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