Für Sabine Sutter (CVP) bildet der Rechnungsabschluss der Stadt Lenzburg ein «Spitzenergebnis»: «Man könnte sich daran gewöhnen», sagte Sutter, warnte jedoch sogleich: «Wir dürfen darob nicht übermütig werden.»

Ins gleiche Horn bliesen auch die andern Parteivertreter. Man lobte das Plus in der Rechnung, das erst dank rigoroser Ausgabendisziplin zustande kam. «Der Dank gilt den vermehrten Sparbemühungen, als sich abzeichnete, dass die angestrebten Einnahmen nicht erreicht werden können», hielt Michael Häusermann (SVP) fest.

Als Tolggen im Reinheft bezeichneten verschiedene Redner die Steuererträge der natürlichen Personen, die 4,4 Prozent hinter der Budgetzahlen blieben. Beat Hiller (GLP) hat hier Gründe gefunden: «Gute Steuerzahler gingen in Pension und versteuern nur noch die Rente, und bei den Zuzügern im Quartier ‹Im Lenz› sind die Steuererträge tiefer als erwartet.»

«Spare in der Zeit»

Vor zu viel Leichtsinn im Umgang mit den Stadtfinanzen angesichts zweier guter Abschlüsse hintereinander warnte Tobias Ammann (FDP). Der Präsident der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission erinnerte sich an einen Grundsatz, den ihm der Grossvater auf den Lebensweg gab: «Spare in der Zeit, so hast du in der Not». Not könne man durch Notwendigkeit ersetzen und «solche grösseren Notwendigkeiten kommen in den nächsten Monaten und Jahren auf die Stadt Lenzburg zu».

Der Stadtrat, die Verwaltung und der Einwohnerrat müssten sich weiterhin an die bestehende Ausgabendisziplin halten und auf allfällige Begehrlichkeiten verzichten.