Seetal
Auch mit verjüngtem Kader den Ligaerhalt geschafft

Dynamo SeeWy bleibt dank einer soliden zweiten Saisonhälfte ohne zittern zu müssen in der 1. Liga.

Fabio Baranzini
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Fabio Baranzini

Es war eine schwierige Saison für die 1. Liga Volleyballerinen von Dynamo SeeWy. Eine Saison, in der es primär darum ging, irgendwie den Ligaerhalt zu schaffen und die vielen jungen Spielerinnen, die nach dem Abgang von acht Athletinnen Ende der letzten Saison zum Team gestossen waren, an das höhere Spielniveau heranzuführen. Und das ist den Seetalerinnen dank einer soliden zweiten Saisonhälfte gelungen.

In den sieben Partien seit der Weihnachtspause konnte Dynamo SeeWy drei Siege feiern – gegen Ebikon, Frick und Schönenwerd, allesamt direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt.

Es wäre mehr drin gelegen

«Für uns war es eine Überlebenssaison. Wir wollten mit allen Mitteln den Abstieg verhindern und das haben wir geschafft, auch wenn es keine einfache Saison war», zieht Captain Adriana Pepe Bilanz. Dass es nicht selbstverständlich ist, mit einem so jungen Team wie jenes von Dynamo SeeWy in der 1. Liga zu bestehen, haben mit Frick und Kanti Baden zwei andere Equipen aus dem Kanton Aargau schmerzhaft erfahren. Beide Aargauer Vertreter müssen den Abstieg in Kauf nehmen. Umso beachtlicher ist daher die Leistung von Dynamo SeeWy, das seit Weihnachten zudem noch ohne gelernte Passeuse auskommen musste. Nach dem Abgang von Sandra Frick übernahm die junge Doris Kesten die Position der Passgeberin. «Dafür, dass sie kaum Zeit hatte, sich an die neue Aufgabe zu gewöhnen, hat sie einen sehr guten Job gemacht», lobt Pepe. «Trotzdem merkt man halt den Unterschied im Vergleich zu einer erfahrenen Passeuse.» Und so wäre für Dynamo SeeWy gar noch mehr drin gelegen als der siebte Schlussrang in der 1. Ligagruppe. Adriana Pepe nennt in diesem Zusammenhang die Spiele gegen Therwil II (0:3) und Gordola (2:3). «Vor allem gegen Therwil hätten wir gewinnen müssen», findet sie. Mit einem Sieg mehr auf dem Konto wäre für Dynamo SeeWy gar der vierte Rang möglich gewesen. Anderseits beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze aber ebenfalls nur drei Punkte. «Es war eine sehr ausgeglichene Gruppe. So gesehen müssen wir zufrieden sein, dass wir nicht bis zuletzt um den Ligaerhalt kämpfen mussten, sondern bereits drei Runden vor Schluss feststand, dass wir in der 1. Liga bleiben», sagt Pepe.

Verstärkung benötigt

Eins steht aber trotzdem fest. Das Team von Trainer Philipp Joller muss sich im Hinblick auf die kommende Saison zwingend verstärken – vor allem quantitativ. «Wir hatten in dieser Saison ein sehr dünnes Kader. Wir suchen daher neue Spielerinnen aus der Region, die uns verstärken können», sagt Adriana Pepe. Und vielleicht würde dem Team auch die eine oder andere erfahrene Spielerin gut tun. Gerade wenn es darum geht, die vielen jungen Athletinnen für höhere Aufgaben vorzubereiten.

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