Möriken-Wildegg
Armee kann neue Einwasserungsstelle in Wildegg bauen

In der ersten Woche nach den Sommerferien beginnen die Bauarbeiten für die neue Übersetzstelle der Armee an der Aare bei Wildegg. Nach Verzögerungen liegt die Baubewilligung vor. Die alte Übersetzstelle bei der ARA Langmatt wird abgebrochen.

Pascal Meier
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Die alte Einwasserungsstelle (Bild: Militärübung vom September 2014) wird abgebrochen und 100 Meter flussabwärts neu gebaut.

Die alte Einwasserungsstelle (Bild: Militärübung vom September 2014) wird abgebrochen und 100 Meter flussabwärts neu gebaut.

Archiv/Jiri Reiner

Das teilt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Anfrage mit. Die neue Einwasserungsstelle für Boote wird 100 Meter unterhalb der ARA Langmatt gebaut und umfasst eine befestigte Brückenachse mit Aufrüststelle, eine Rampe zur Einwasserung von Erkundungsbooten sowie neue Verkehrsflächen für Sattelschlepper. Dafür ist die Rodung einer Fläche von 1400 Quadratmetern notwendig.

Die bestehende Übersetzstelle neben der ARA Langmatt wird zurückgebaut. Das VBS gibt diese auf, weil dort der Aabach Schlick und Sand in die Aare schwemmt. Diese Ablagerungen müssen regelmässig ausgebaggert werden, was mehrere Monat dauert. Mit Brugg als Hauptausbildungsort der Genietruppen ist die Armee aber das ganze Jahr auf diese Infrastruktur angewiesen.

Deshalb entschied das VBS 2013, die Übersetzstelle 100 Meter flussabwärts zu verschieben. Das Projekt verzögerte sich jedoch: Der damalige EVP-Grossrat Sämi Richner aus Auenstein reichte eine Einwendung gegen die Verschiebung der Übersetzstelle ein, weil sich die Situation für Velofahrer und Fussgänger am neuen Ort verschlechtern würde. Dieser Punkt war auch vom Gemeinderat bemängelt worden. Das VBS passte darauf das Projekt an, die Einsprache wurde zurückgezogen. Später verlangte das Bundesamt für Umwelt ein angepasstes Rodungsgesuch, was nun ebenfalls erledigt ist.

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