Beinwil am See
Anwohner ärgern sich über wilde Pinkler am Hallwilerseelauf

Obwohl das OK des samstäglichen Hallwilerseelaufs die Zahl dermobilen WC-Stationen vervierfachte, mussten sich immer noch Anwohner über wilde Pinkler ärgern.

Fritz Thut
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Wilder Pinkler vor dem Start des Hallwilerseelaufs. Bruno Helfenstein

Wilder Pinkler vor dem Start des Hallwilerseelaufs. Bruno Helfenstein

Vor allem nach dem Hallwilerseelauf des Jahres 2011 gab es im Start- und Zielort Beinwil am See zahlreiche und vehemente Reklamationen über Läufer, die in Gärten, Büschen und auf weiteren Privatgrundstücken urinierten.

Nach Intervention des Gemeinderates wurde das Organisationskomitee aktiv und erhöhte beispielsweise die Zahl der mobilen Toiletten massiv. Ohne durchschlagenden Erfolg wie einige Anwohner beobachteten. «Es ist eine Katastrophe», hält Bruno Helfenstein fest, der dem OK zwar attestiert, im unmittelbaren Startgelände eine Verbesserung erreicht zu haben, aber in Aufwärmzonen, etwa an der Plattenstrasse, würde «munter weitergepisst».

«Übelste Beschimpfungen»

Im Hinblick auf das anstehende Zusammenlesen der Baumnüsse spricht Helfenstein von «nicht appetitlichen» Aussichten. Kaum trügen einige sonst normale Mitbürger kurze Hosen, «verlieren sie jeglichen Anstand». Helfenstein bezieht sich hier auf Reaktionen, wenn man diese wilden Brünzler auf den Seich anspricht, den sie mit ihrem nicht gesellschaftskonformen Vorgehen anrichten: «Man wird aufs Übelste beschimpft und auch bedroht.»

Für Helfenstein ist es nach wie vor Sache der Hallwilersee-Organisatoren, auch im weiteren Umfeld für Ordnung zu sorgen. Er hat auch einen Vorschlag. Man sollte Wild-Pinklern mit der Disqualifikation drohen und ein paar Helfer in den neuralgischen Gassen die Startnummern der Sünder aufschreiben lassen.

«Deutliche Verbesserung»

Offenbar war am letzten Samstag nicht die ganze Plattenstrasse gleich intensiv von urinierenden Läufern betroffen. Die Wirtsleute bei der «Platte» haben eine «deutliche Verbesserung zum letzten Jahr» beobachtet; damals jedoch war hier eine zufällig offenstehende Garage nicht nur als Pissoir benutzt worden.