Lenzburg
Andreas Schmid (29) neuer Stadtrat: «Das ist ein Vertrauensbeweis in die Jugend»

Die Lenzburger Stadtratswahlen sind entschieden: Andreas Schmid folgt auf die zurücktretende EVP-Stadträtin Heidi Berner. Der 29-jährige FDP-Politiker distanzierte Beatrice Burgherr (SP) und Beat Hiller (GLP) klar.

Ruth Steiner
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Neuer Stadtrat:

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Fabio Baranzini

Elf Jahre, nachdem die FDP ihren zweiten Stadtratssitz mit dem Ausscheiden von Stadtammann Rolf Bachmann kampflos freigegeben hatte, holt sie ihn nun wieder zurück: Das Rennen um die Nachfolge der zurücktretenden Heidi Berner hat mit Andreas Schmid der mit Abstand jüngste Bewerber gemacht.

Mit 1301 Stimmen blieb Schmid nur gerade 54 Stimmen hinter Martin Stücheli (63), der von bisherigen Stadträten das schlechteste Resultat erzielte. Umso komfortabler war Schmids Vorsprung auf seine beiden Mitbewerber. Quereinsteigerin Beatrice Burgherr (57) von der SP und GLP-Einwohnerrat Beat Hiller (61) blieben auf der Strecke, obwohl auch sie das absolute Mehr von 1044 Stimmen erreicht hatten.

Andreas Schmid zeigte sich kurz nach der Wahl erleichtert. «Ich bin glücklich, dass es geklappt hat und erst noch im ersten Wahlgang.» Obwohl er während des Wahlkampfs von verschiedenen Seiten Zuspruch erhalten habe, seien für ihn verschiedene Szenarien denkbar gewesen. Das gute Resultat sei nun ein Vertrauensbeweis der Lenzburger in die Jugend, sich in einem Exekutivamt zu beweisen. Als Stadtrat wird Andreas Schmid den Job als Chefbeamter beim Kanton Solothurn auf 80 Prozent reduzieren. Auch sein Privatleben erfährt eine Änderung. Er wird im Februar zum ersten Mal Vater.

Bei den bisherigen Stadträten schwangen Finanzministerin Franziska Möhl (55) und Stadtammann Daniel Mosimann (59) deutlich obenauf. Der Vorsprung auf den drittplatzierten Martin Steinmann (61) beträgt 450 Stimmen.

Somit hat der Stadtrat in seiner neuen Zusammensetzung in der kommenden Amtsperiode eine klare bürgerliche Mehrheit.