Möriken-Wildegg

An der Gmeind herrschte Freude über ihren neuen Nationalrat

Neo-Nationalrat Alois Huber wurde an der Gemeindeversammlung vom Gemeinderat geehrt.

Neo-Nationalrat Alois Huber wurde an der Gemeindeversammlung vom Gemeinderat geehrt.

Mit der Wahl von Jean-Pierre Gallati wurde Wildegg-Landwirt Alois Huber zum Nationalrat. Das wurde an der Gmeind gefeiert.

Knapp eine Million Franken investiert die Gemeinde Möriken-Wildegg in den kommenden Jahren in die Sanierung des Gemeindesaals. Einen entsprechenden Verpflichtungskredit genehmigte die Stimmbevölkerung an der Gemeindeversammlung ohne Gegenstimme.

1956 erbaut, erfuhr der Gemeindesaal 2004 eine statische Dachsanierung und drei Jahre später einen umfassenden Umbau. «Doch dient der jetzige Verpflichtungskredit nicht dazu, die seinerzeitigen Sanierungen zu sanieren», wie Vizeammann Markus Eichenberger betonte.
Einer Ersetzung bedarf der 63 Jahre alte Parkettbelag im Saal. Der Bodenbelag im Foyer soll stellenweise ausgewechselt werden. Weitere Sanierungsmassnahmen zielen auf die Erneuerung des Saalmobiliars sowie der Tonanlage. Saal- und Bühnenbeleuchtung werden auf LED-Technik umgerüstet.

Ebenfalls den Gemeindesaal betraf der einzige Antrag, der von Seiten der Bevölkerung formuliert wurde. Dem Antrag gemäss überprüft der Gemeinderat das Benutzungsreglement und bespricht, ob der Saal künftig den Vereinen einmal pro Jahr gratis zur Verfügung gestellt werden kann.

Schüler profitieren von Verkehrssicherheit

Mit der Genehmigung eines weiteren Verpflichtungskredits über 2,4 Millionen Franken bei nur drei Gegenstimmen machten die 156 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Weg frei für die Sanierung und Umgestaltung der Kantonsstrasse auf dem Abschnitt zwischen Schulhaus Möriken und Café Chestenberg. Realisiert wird die Erstellung eines überfahrbaren Minikreisels mit 16 Metern Durchmesser beim Knoten Unteräsch-, Dorf- und Niederlenzerstrasse.

Die Strassenbreite wird einheitlich reduziert auf 6,3 Meter. Dies geschieht zu Gunsten einer Verbreiterung der neu beidseitig durchgehenden Trottoirs. Neben der nötigen Belagserneuerung sowie der Erneuerung der Kanalisation und der Strassenbeleuchtung wird das Bauprojekt auch für zusätzliche Verkehrssicherheit sorgen. «Durch den Kreisel ergeben sich wesentliche Verbesserungen bei den Vortrittsrechten», so Gemeinderat Beat Fehlmann. «Profitieren können insbesondere die velofahrenden Schüler, die von der Dorfstrasse in die Niederlenzerstrasse zweigen.» Bei günstiger Projektentwicklung kann mit den Sanierungsarbeiten 2021 begonnen werden.

Budget mit Steuerfuss von 94 Prozent gutgeheissen

Mit drei Gegenstimmen wurde an der Gemeindeversammlung auch ein Verpflichtungskredit über 441 000 Franken für die Erarbeitung eines Gestaltungsplans bezüglich des Teilgebiets Nord am Bahnhof Wildegg gutgeheissen. In gestalterischem Einklang mit der bereits aufgegleisten Planung für die Teilgebiete Mitte und West der ÖV-Drehscheibe soll im Nordteil des Bahnhofareals eine Wohnüberbauung mit Gewerbeanteil entstehen.

Einen vierten Verpflichtungskredit über 154 000 Franken genehmigte die Gemeindeversammlung einstimmig für die Sanierung der öffentlichen Leitungen und Schächte im Gebiet des Grundwasserpumpwerks Grienmatte. Ebenso wurde das Budget 2020 mit unverändertem Steuerfuss von 94 Prozent einstimmig gutgeheissen.

Grossen Respekt vor der Arbeit im Nationalrat

Ihren feierlichen Abschluss fand die Gemeindeversammlung, als der Gemeinderat Alois Huber (57) mit einem Blumenstrauss zum Einzug in den Nationalrat gratulierte. Bei den Nationalratswahlen vom 20. Oktober landete der Landwirt und Pächter des Gutsbetriebs von Schloss Wildegg für die SVP auf dem 2. Ersatzplatz. Am Sonntag nun schaffte er den Sprung nach Bern, anstelle von Jean-Pierre Gallati.

Eine stille Freude habe er verspürt am Sonntag, meinte Alois Huber am Rande des Apéros nach der Gemeindeversammlung. «Aber auch eine gewisse Leere. Anders als am 20. Oktober habe ich ja gar keine Stimmen erhalten.» Auf die Arbeit im Nationalrat freue er sich sehr, er verspüre ob der Aufgabe aber auch grossen Respekt.

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