«Die Vielfalt der Brunnenkreationen ist unbeschreiblich und ich möchte diese auch nicht werten, denn jeder Brunnen für sich ist ein kleines Kunstwerk, in welchem Jugendfestgedanken in besonders schöner Form präsentiert werden.» Die Worte von Stadtrat Martin Stücheli wurden optisch belegt mit der an die Wand projizierten Galerie der schönsten Brunnen.

Besondere Erwähnung fanden die Premiere des neuen Viehmarktbrunnens mit der Kuh oder die musikalischen Höhenflüge mit Johanna Bossert und Hanspeter Schatzmann beim Museumsbrunnen.

Verschworene Gemeinschaft

Die Vermutung, die Brunnenschmücker-Teams seien «so etwas wie eine verschworene Gemeinschaft» ist sicher zutreffend. Die schöne Lenzburger Tradition wird seit vielen Generationen in Familien, Freundeskreisen und Nachbarschaften gepflegt und weiter gegeben.

Der Zeitgeist allerdings tickt etwas anders. So erwies es sich als hilfreich, dass das Tourismusbüro die aufwendige Koordination und Organisation der Freiwilligenarbeit übernahm. Es wurden Ausfälle kompensiert und neue Gruppen gebildet. Synchronisierungsbedarf gibt es weiterhin bei den Brunnen-Sprüchen, welche vermehrt den Sujets entsprechen sollten.

Diverse Ablösungen

Ein besonderer Dank ging an Elsbeth Wernli und ihr Team des Gemeinnützigen Frauenvereins für das «Chränzli winde und Strüssli binde» mit Müttern und Töchtern; nach 22 Jahren wird sie von Giorgia Graber abgelöst.

Für die Lieferung des «Rohstoffes» waren während vieler Jahre Erna und Hansruedi Schneider zuständig; Brigitte Vogel (Gartenbauschule Niederlenz) sowie Christian und Martin Vogel (Gärtnerei Vogel Schafisheim) widmen sich künftig dieser Aufgabe.

Stadtrat Stücheli, der Jugendfestpräsident 2013, und die ganze Bevölkerung dürfen sich jetzt schon auf die Blumen- und Ideenpracht im nächsten Jahr freuen – das Manöver-Zwischenjahr bietet reichlich Raum für Gemüthaftes.