Das muss ein wahres Vergnügen sein. Mit dem spitzen Hut auf dem Kopf den Zauberstab zu schwingen und – «Abrakadabra» – verwandeln sich alle Gspänli aus dem Kindergarten in lammfromme Schäfchen. Den Zauberstab schwingend – «Simsalabim» – und schon hüpfen sie auf und ab wie die Frösche.

Der kleine Zauberer vom Kindergarten Breite genoss seinen Auftritt auf der Jugendfestbühne sichtlich und auch das Publikum zeigte sich ob der magischen Darbietung verzückt.

Es war ein besonderer Festzug, den Niederlenz nun bereits zum zweiten Mal am Jugendfest veranstaltet hatte. An Stelle eines traditionellen Umzugs, bei dem das Publikum die Strassen säumt, war es in Niederlenz die Bevölkerung, die geleitet durch stimmungsvolle Dixie-Klänge durch das Dorf wanderte und die sich auf vier Bühnen die farbenfrohen Darbietungen der Kindergärten und der Schulklassen anschauen konnte.

So wurden vier Dorfteile für das Jugendfest besonders prägnant in Szene gesetzt und ausserdem hatten die rund 570 Schüler ausreichend Gelegenheit, sich auch die Auftritte der weiteren Klassen anzusehen.

Auf den vier Bühnen beim Werkhof, auf dem Dorfplatz, beim Schulhaus und auf dem Festplatz Altfeld zündeten die fröhlichen Kinder ein kunterbuntes und kreatives Feuerwerk.

Insbesondere die Kindergärten hatten keinen Aufwand gescheut, um das Publikum getreu dem Jugendfestmotto «Zauberhaft» in verspielte Welten zu entführen. Hexen tanzten ausgelassen in einem ruhelosen Zauberwald und Ritter duellierten sich zu feierlichen Fanfarenklängen.
«Ich bin sehr zufrieden mit diesem schönen Samstagmorgen», sagte Fabian Greber, Präsident der Jugendfestkommission. «Ich selbst hatte auch genug Freiraum, um die Darbietungen zu sehen, und das ist eigentlich immer ein gutes Zeichen.»

Ein Lob spricht Fabian Greber den Lehrpersonen der Schule Niederlenz aus. «Sie haben bei den Vorbereitungen grosses Engagement gezeigt und die Jugendfestkommission stark entlastet.»

Der Auftakt fiel ins Wasser

Pech hatten die Organisatoren derweil zum Jugendfestauftakt am Freitagabend. Die Veranstaltung «Schnellster Niederlenzer» und das «Volleyball-Schülerturnier» fielen wegen starker Niederschläge wortwörtlich ins Wasser.

«Wir mussten beide Anlässe absagen, es wäre zu gefährlich geworden für die Kinder», so Greber. Trotzdem seien nach dem Regenguss noch einmal viele Festbesucher auf das Altfeld gekommen. «Es herrschte eine wirklich gute Stimmung», sagte der Kommissionspräsident.

Zum Abschluss der Dorfreise am Samstagmorgen sangen alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam das Niederlenzer Lied, das auf der Melodie von «Probiers mal mit Gemütlichkeit» basiert und einen entspannten Nachmittag einleitete. Am Abend folgten der Lampionumzug mit den zum Festmotto gestalteten Lampions sowie das Feuerwerk auf dem Altfeld.