Lenzburg
Am 12.12. um 12 Uhr wurden die Verträge besiegelt

Mit einem speziellen Förderprogramm will die Stadt bis 2021 den Bestand von 550 auf 1000 Hochstammbäume aufstocken. Gestern unterschrieben neun von elf angefragten Baumbesitzern entsprechende Verträge.

Heiner Halder
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Lenzburger Baumbesitzer helfen mit, dass es künftig wieder mehr Hochstammbäume gibt.

Lenzburger Baumbesitzer helfen mit, dass es künftig wieder mehr Hochstammbäume gibt.

Der Rückgang an Hochstammbäumen ist dramatisch: 1951 waren es noch weit über 15000, aktuell wurden 335 Obstbäume und 92 Feldbäume für das Projekt statistisch erfasst. Die Natur- und Heimatschutzkommission gibt Gegensteuer, Grundlage ist der von der Repla Lenzburg-Seetal ausgearbeitete Mustervertrag mit zahlreichen akribischen Vorgaben. Der Stadtrat hat das Projekt und dessen Finanzierung mit rund 25000 Franken im Jahr genehmigt.

Zur Erhaltung, Förderung und Pflege des Bestandes werden finanzielle und praktische Unterstützung geboten, Letztere durch regelmässige Pflanztage diverser Institutionen auf freiwilliger Basis.

Nicht nur Landwirte sind angesprochen, betont Projektleiter Markus Dietiker von den Forstdiensten Lenzia. Bisher schon wurden rund 50 Steinobst-, Kernobstbäume, Eichen und Linden gepflanzt, vorläufiger Schwerpunkt ist die Landschaft hinter dem Gofi.

Nicht nur das Landschaftsbild wird durch die Pflanzungen aufgewertet, sondern auch Ökologiewerte für Vögel, Bienen und Fledermäuse, hielt Hochstamm-Fachmann Victor Condrau fest. Für beteiligte Bauern ist die Wirtschaftlichkeit wichtig; für Verwertung und Vermarktung hat die zuständige Natur- und Heimatschutzkommission bereits Ideen, sagt deren Präsident Roman Schurter. Planung, Ausführung und Kontrolle des nachhaltigen Förderprogramms unterstehen den Forstdiensten Lenzia – ein grosses Anliegen von Stadtoberförster Frank Haemmerli.

Am 12.12.12 um 12 Uhr wurden auf dem Bauernhof von Hansjörg Salm im Wildenstein die Verträge übergeben. «Ein Meilenstein», freute sich Stadtrat Martin Stücheli und fügte mit Seitenblick auf den Stadtammann bei, dass Hochstämme nicht so schnell wachsen wie Hochbauten. «Lenzburger Moscht» wird vorläufig auf sich warten lassen.

Dafür wurde der Festakt mit Seetaler Chlöpfmoscht begossen.

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